KW 24 2005>
(Letztes Update: 26.06.2005)
Die „Biel Woche”!
Es ist viel zu tun. Ich tausche Geld und wir erledigen die Einkäufe. Die Trainingseinheiten absolviere ich sehr vorsichtig, um mich nicht doch noch im letzten Moment zu verletzen.
Mein rechter großer Zeh schmerzt etwas, was ich nicht weiter ernst nehme. Später werde ich wissen, warum er so geschmerzt hat.
Die Muskulatur scheint auch in Ordnung zu sein.
Wir fahren am Donnerstag früh los...
KW 23 2005
Eine innere Unruhe macht sich schubweise bemerkbar.
Montag war wieder Ruhetag. Arbeitstechnisch sind Vorbereitungen genauso, wie privat, vor dem Urlaub zu treffen. Die Einkaufslisten werden nochmals abgestimmt. Der Schwerpunkt liegt jetzt auf die Regeneration vor dem Wettkampf.
Am Dienstag ging es bei Sonnenschein aber ziemlich kühlem Wetter auf die
Trainingsstrecke.
Wenn man einen so langen Lauf vor sich hat, kommt man gerne in Versuchung
einen Trainingslauf von 12 Km zu unterschätzen.
Ich versuche mich die ganze Zeit zu bremsen, weil es nach dem Ruhetag so
unglaublich leicht ist zu laufen.
Runners high? Das leichte Gefühl hält bis zum Trainingsende an.
Der Mittwoch läuft nicht so gut. Plötzlich haben sich Schmerzen in der Nähe
der Achillessehnen, besonders am linken Bein angesagt. Ob das mit der
Nervosität vor dem Start zu tun hat?
Beim Laufen selber habe ich keinerlei Schmerzen. Ich beschließe den
Trainingsplan für die letzten Tage leichter zu machen, wenn die
Beschwerden nicht verschwinden.
Meine gymnastischen Übungen habe ich verstärkt.
Wir informieren uns anhand von Karten, Büchern und Internet immer wieder
über die Orte, die wir besuchen wollen und besprechen die Organisation.
Am Donnerstag hab ich nun doch die 25Km durchgezogen. Ich bin sehr vorsichtig und sehr langsam gelaufen und es ging besser, wie zu erwarten war.
Der Freitag ist wieder trainingsfrei. Ich arbeite etwas im Garten und beseitige die verschiedensten Kräuter. Die leichte Gartenarbeit macht mir richtig Spaß. Zusammen mit meiner Frau wird auch noch der Vorgarten auf Vordermann gebracht.
Sämtliche Wehwehchen sind verschwunden. Das kann so bleiben! Nur noch wenige Tage. Per E-Mail treffen erste „Gute Wünsche” ein. Vielen Dank dafür! Sicher werde ich an euch denken, wenn ich gemeinsam mit den anderen „Verrückten” durch die Nacht laufe.
Am Wochenende stehen wieder zwei Trainingseinheiten an. Da ich jetzt nun noch sehr langsam laufe, gehen diese Läufe sehr leicht vonstatten.
Nur noch zwei Laufeinheiten und dann laufe ich erst wieder, wenn in Biel der Startschuss gefallen ist.
KW 22 2005
Den 45 Km Trainingslauf aus der 21KW hab ich sehr gut verkraftet. Da am Sonntag eine Veranstaltung unserer Abteilung anliegt, hab ich den Trainingsplan so verändert, dass der letzte lange Lauf vor Biel am Samstag stattfinden kann. Die Umstellung war nicht wirklich schwierig.
Ich habe das Gefühl in einer Art Zwischenzeit zu leben. Der Teil der Familie, der zu Hause bleibt wird instruiert. Es bleibt eine Menge zu tun. Ich hoffe die Lieben zu Hause gebliebenen denken am Samstag dann an mich.
Die Zeit geht jetzt wahnsinnig schnell vorüber und ich muss aufpassen, dass ich meine Aufgabenliste und die Packliste für Biel vollständig hinbekommen. Mir grault davor, auf der Autobahn feststellen zu müssen, ich habe etwas Wichtiges vergessen.
Noch ist ja Zeit. Noch sieben Trainingseinheiten.
Gestern sind wir gerade 300 Meter von 15 Km unterwegs, als ein Gewitterguss herunter geht. Meine Regenjacke ist nach zwei Minuten durch. Nach 10 Minuten ist der Regen vorbei und die Sachen beginnen wieder zu trocknen. Zum Glück hatte ich mit ein Laufunterhemd angezogen.
KW 21 2005
Die Eindrücke vom Rennsteiglauf wirken diesmal noch Tage nach.
Schnell vergessen sind die Anstrengungen vom 73Km Lauf . Die schönen Erinnerungen bleiben.
Schon nach wenigen Tagen ist der Muskelkater, der diesmal ohnehin nur sehr schwach ausgeprägt war, verschwunden. Den langen Lauf am Sonntag habe ich schon ab 6:30 Uhr bestritten, da es wieder warm werden sollte.
Zum Glück ging die Temperatur nicht so hoch, wie am Vortag.
KW 20 2005
Pfingstmontag ist der ideale Tag für eine Radtour. Das Wetter hat sich beruhigt. Eine Laufpause steht an. Nachdem wir die nötigsten Dinge im Haushalt erledig haben, geht es in Richtung Holland.
Wir fahren durch Holz. Dieser Ort ist fast völlig verlassen und ein großer Teil der Häuser ist schon abgerissen. Stattdessen sind die ehemaligen Hausstandplätze planiert. Hinter Büschen und Bäumen steht eine Zerkleinerungsmaschine für die Steine, aus denen die Häuser errichtet wurden. Die zerkleinerten Reste werden auch noch genutzt. In Holzweiler bremst uns der Schützenzug etwas aus. Den Bierstand lassen wir hinter uns. Kurz vor Lövenich beschließen wir, bis Baal zu fahren und dann umzukehren. In Baal entdecken wir ein Eiskaffee. Wir werden sehr freundlich bedient. Das Eis schmeckt so gut, wie wir es schon lange nicht mehr hatten. Die Rückfahrt geht sehr rasant vonstatten. Zum einen schiebt der Wind und zum anderen haben wir die Kraft der vielen Eiskugeln. Wir kürzen den Rückweg etwas ab und legen insgesamt 56 Km zurück.
Am Donnerstag fahren wir nach Thüringen. Wie schon 2004 haben wir uns für den Rennsteiglauf in Vesser einquartiert. Dieser kleine Ort liegt nur etwa 2 Km von Schmiedefeld entfernt. Wir wollten unbedingt wieder in Vesser übernachten, da es dort so herrlich ruhig ist und der Zielort des Rennsteiglaufen nicht weit entfernt ist. Am Freitag laufe ich mit meiner Frau und meinem Sohn eine etwa 5 Km lange Strecke. Zuerst geht es an dem Flüsschen Vesser entlang, dann etwa 2 Km berghoch, und dann bald wieder ziemlich steil in das Vessertal hinab und damit wieder zurück nach Vesser.
Wie im letzten Jahr gehen wir nach Schmiedefeld hinüber und essen im „Grünen Baum” zu Mittag. Hier kann man sehr gut und preiswert essen.
Danach versorgen wir uns noch mit Lebensmitteln und Wein. In einer Galsbläserei erstehen wir direkt vom Künstler einige schöne Glassachen.
Am späten Nachmittag folgen wir einem Naturlehrpfad und schauen uns die nähere Umgebung von Vesser an.
Am Samstag morgen stehe ich schon um 2:00 Uhr auf. Nach dem Frühstück überprüfe ich nochmals meine Laufausrüstung, die ich schon am Abend davor zurechtgelegt hatte und mache mich auf den Weg nach Schmiedefeld. Die Busse nach Eisenach, wo der Lauf um 6:00 Uhr startet, fahren 3:30 Uhr in der Brunnenstrasse ab.
Unterwegs bewegt sich im Wäldchen am Straßenrand etwas. Dann grunzt ein Wildschwein. Zum Glück bleibt es nach diesem Grunzer ruhig und das Rascheln im Gehölz erstirb wieder. Ich brauche also keine Sprinteinlage hinlegen.
Die Busse fahren pünktlich. Kurz vor Eisenach beginnt es zu regnen. Zum Glück hört der Regen bald nach dem Start wieder auf. Es herrscht ein ideales Laufwetter.
Die Verpflegung unterwegs ist wieder fantastisch. Bei Km 37,5 lasse ich mir ein Pflaster an der linken Hacke kleben, da dort Steine und Holzstückchen, die sich zwischen Strumpf und Laufschuh geklemmt hatten, die Haut etwas aufgeschürft hatten. Besser man versorgt so eine Wunde sofort. Ich habe Glück und die Verletzung wird nicht größer.
Nach etwa 40 Km und bei etwa 60 Km habe ich leichte Einbrüche, die schnell wieder vergehen.
Ich laufe in diesem Jahr nach 8:56:10 h durch das Ziel. Für mich eine super Zeit.
Der Lauf insgesamt war wieder richtig schön. Eine super Streckenverpflegung, fleißige und freundliche Helfer überall. Eine tolle aber sehr anspruchsvolle Strecke, auf der auch in diesem Jahr wieder Läufer stürzten. Leider konnte man erst einige Km vor dem Ziel etwas von der Landschaft sehen, da wir sonst immer in den tief hängenden Wolken gelaufen sind. Insgesamt ist der Rennsteiglauf ein sehr empfehlenswerter Lauf. Hier werden, neben dem 73 Km Super Marathon, auch verschiedene andere Strecken zum Laufen und zum Wandern angeboten.
Auf der Rückfahrt haben wir die Wartburg in Eisenach besichtigt.
KW 19 2005
Nächstes Wochenende starte ich beim Rennsteiglauf über die 73 Km Distanz. Dann sind es nur noch vier Wochen bis zum Start in Biel.
Langsam mache ich mich mittels Internet mit Biel bekannt. Für mich sind die Sehenswürdigkeiten des historischen Stadtkernes, die Historie selbst und besonders der Stadtplan interessant.
Die längste Trainingstrecke in dieser Woche beträgt 21 Km. Insgesamt will ich das Training zwischen Erholung nach dem langsamen Lauf in Rengsdorf und vor dem Start beim Rennsteig Lauf austarieren.
Auf den unvermeidlichen Feierlichkeiten versuche ich mich beim Essen und beim Bier etwas zurückzuhalten. So schwer fällt mir dies nicht, da ich so kurz vor dem lange vorbereiteten Start in Biel stehe.
Wozu macht man das? Meine Antwort dazu: „Weil ich es kann!”
In Diskussionen mit Nichtläufern erkennt man erst, welcher Abstand sich durch die vielen Trainingskilometer zur Bielvorbereitung inzwischen eingestellt hat.
KW 18 2005
Am Dienstag herrschten sehr gute Laufbedingungen. Es war
nicht so warm und der Wind hielt sich zurück.
Nachdem ich in meinem Keller Gymnastik und Kraftsport gemacht hatte, ging
es auf die 15 Km Strecke.
Eine sehr schöne Laufstrecke, die fast immer auf wetterfesten Asphaltwegen
zwischen den Feldern entlang führt. Wenn es viel geregnet hat stehen
allerdings an manchen Stellen tiefe Pfützen, die man umgehen muss. Im
Herbst, wenn die Bauern Rüben abtransportieren, kann es vorkommen, dass man
Teilstrecken durch Schlamm laufen muss. Die Bedingungen waren am Dienstag
jedenfalls hervorragend.
Schon nach zwei Km musste ich mich wirklich stark zurückhalten, um nicht zu
schnell zu laufen. Immerhin wollte ich in dieser Woche noch in Rengsdorf auf der 50 Km Strecke starten. Außerdem stehen für diese Woche
130Trainingskilometer im Plan. Das wird die Woche mit der höchsten
Kilometeranzahl in der Bielvorbereitungszeit.
Der Rengsdorfer Lauf hat wieder sehr viel Spaß gebracht. Die diesjährige
Strecke soll die zweit schwierigste der fünf angebotenen Strecken für den 50 Km Lauf sein. Es war zwar kühl aber schon nach 2 Stunden kaum die Sonne
hervor. Der Weg führte immer wieder in Tälern hinein, aus denen wir dann
wieder nach oben laufen mussten. Man wurde durch die schönen Aussichten
dafür belohnt.
Der lange Lauf am Sonntag verlief unter aprilwettermäßigen Bedingungen.
Bevor ich auf die Strecke gehen konnte, hab ich meinen Sohn beim Staffelmarathon im Rahmen des Düsseldorfer Marathon betreut.
Eine lange sehr anstrengende Trainingswoche liegt hinter mir.
KW 17 2005
Am Montag war nach dem Marathon ein kleiner Erholungslauf geplant.
Da das Auto sehr verschmutzt war, weil unser Hund seine Haare überall hat liegen lassen und noch allerlei Krümel von den letzten Familienfahrten im Auto lagen, habe ich das Auto ausgesaugt. Ein Nachbar lud mich zu Kaffee und Kuchen ein. Ein Teil der Familien war schon vor Ort, als ich eintraf. Man bot mir Sekt an. Da meine Zeit beim Weiltalweg-Marathon so schlecht nicht war, hab ich ein Gläschen getrunken. Da hat sich dann der Trainingslauf leicht auf Dienstag verschieben lassen. In dem Fall, weil auch kurz nach einem Marathon, sei das gestattet.
Den kurzen Lauf nach einem Marathon führe ich nun schon seit ca. 3 Jahren durch. Dabei laufe ich mich immer etwa 2Km super langsam ein. Wenn die noch müde Muskulatur etwas erwärmt ist, beginne ich mit Dehnungsübungen. Nach etwa 2 bis 5 Minuten geht es wieder etwa einen halben Km weiter und ich dehne die Muskulatur erneut. Insgesamt lege ich so etwa 4,5 Km zurück.
Der Muskelkater kommt erst am Dienstag. Er zeigt sich von seiner leichten Seite. Mir zeigt das, ich bin gut trainiert.
In diese Woche lege ich den Schwerpunkt auf Erholung beim Training. Die 10 Km am Donnerstag laufe ich sehr locker und ohne Schmerzen. Die Luft ist wirklich schön. Überall grünt und blüht es. Mich stören lediglich die Gerüche, die von den Chemikalien ausgehen, welche die Bauern jetzt auf die aufgehende Rübensaat und in den Obstplantagen versprühen. Ich vermeide es, tief einzuatmen und halte mir ein Tuch vor den Mund oder ich ändere meine Strecke.
Die Renovierungsarbeiten am Samstag und der anstehende 15 Km –Lauf absolviere ich ohne Stressgefühle. Alles unter Kontrolle! Am Abend fahren wir etwas mit dem Rad über die Dörfer und finden eine einsame Bank am Wegesrand. Der Tanz in den Mai ist ausgefallen. Dafür trinken wir einen leckeren Wein und hören auf die Diskomusik, welche über die Felder dringt. In Dörfern um uns herum werden Maibäume aufgerichtet, laut Musik abgespielt und man sitzt zusammen und trinkt.
Am Sonntag gab es ein Wahnsinnswetter. Schon ab 9:00 Uhr trauten wir uns beim Tennisspielen keine allzu schnellen Bewegungen zu machen. Über Nacht hatte es sich kaum abgekühlt, und die Sonne heizte schon wieder kräftig. Natürlichhatte ich auch Angst, mich beim Tennis zu verletzen und so den Start in Biel zu verpassen. Das war auch der Grund, warum mein Sohn und ich uns die Bälle nur locker zuspielten und wir auf ein richtiges Spiel verzichtet haben. Außerdem war es in 2005 das erste Mal für uns auf dem Tennisplatz.
Am Nachmittag bin ich auf die 37 Km Runde gestartet. Da es sehr warm war habe ich ca. 1,5 Liter Flüssigkeit mitgenommen und kontrolliert, ob ich auch etwas Geld mit habe. Man weiß ja nie.
Ich bin sehr langsam losgelaufen und habe nur versucht, nicht noch langsamer zu werden. Der Marathon hat noch etwas in den Knochen gesteckt. Insgesamt ging es aber recht gut. Sonntagnachmittag bei diesem Wetter: Es schien so, als wenn der eine Teil der Menschen dieser Gegend im Garten sitzt und grillt, während der andere Teil zu Fuß, per Rad oder Inlinern unterwegs ist.
Auf dem Rückweg habe ich ca. 3 Km vor Ende der Trainingsstrecke an einer Tankstelle halt gemacht. Mein „Sprit” war alle!
Ich habe mir etwas gegen den Durst gekauft. Natürlich hatte ich für diese Hitze nicht genügend Getränke mitgenommen.
Das Beste des Trainings war aber die abschließende kalte Dusche.
KW 16 2005
Am Montag habe ich erst einmal den starken Regen abgewartet, ehe ich mich auf die Strecke getraut habe. Nachdem ich erst einmal gestartet war, ließ der Regen nach und hörte kurz vor Ende des Trainings auf.
Nach dem trainingsfreien Dienstag habe ich an meinem freien Tag mit meiner Frau zusammen trainiert. Allerdings ist sie nach ca. 6 Km in Richtung Wohnung ausgeschert.
Die ganze Zeit hat es genieselt. Nachmittags konnte ich meine Auto abholen. Natürlich waren die notwendigen Reparaturen wieder einmal teuerer als erhofft.
Beim surfen im Internet war ich auf der Hompage des Magdeburg–Marathons. Immerhin habe ich in dieser Stadt etwa 17 Jahre gelebt. Nachdem, was ich über den Marathon gelesen habe und der Streckenführung, scheint mir, dass sich eine Teilnahme dort lohnen wird. Zwei Berichte fand ich besonders schön.
Ich schaue auf den Kalender und stelle ohne Überraschung fest, dass es jetzt richtig los geht. Die Berichte vom London-, Ruhr- und Boston- Marathon hab ich mir auf Video aufnehmen lassen. Als ich mir diese ansah, wird mir bewusst, dass diese Veranstaltungen für mich so etwas wie der Auftakt für die anstrengensten Wochen in diesem Jahr darstellen. Bevor ich in Biel die 100 Km in Angriff nehme werde, habe ich mir vorgenommen in Rengsdorf und beim Rennsteig SM starten.
Der Weiltalweg-Marathon am Sonntag beschert mir eine persönliche Bestzeit von 3:56:39 h.
KW 15 2005
Am Montag stand ein kurzer Lauf auf dem Plan, den ich bei sehr angenehmen Frühlingswetter absolvierte. Nach einem Kilometer habe ich meine Nachbarn getroffen, die das Wetter nutzten, um gemeinsam und mit dem Hund Gassi zu gehen.
Nach den Anstrengungen der letzten Woche erscheint mir der Trainingsplan in dieser Woche relativ leicht. Am kommenden Wochenende findet der Ruhrmarathon statt, an dem ich ursprünglich auch teilnehmen wollte. Nun starte ich erst eine Woche später beim Weiltal-Marathon. Die Aussicht im Taunus zu laufen, hat mich diesen Marathon auswählen lassen. Ich hoffe, bis dahin verletzungsfrei durch den Trainingsplan zu kommen.
Am Freitag ging es auf die 22 Km - Strecke. Eine schöne Laufrunde auf
größtenteils asphaltierten Wegen. Links und rechts liegen Felder oder
Wiesen. Bei Hemmerden Busch leuchtet ein buntes Tulpenfeld.
Der Samstag bringt aufgrund diverser Renovierungsarbeiten, dem Training und einem geplanten Besuch der "Nacht der Museen in Düsseldorf" einige Hektik. Die Renovierungsarbeiten haben sich doch als aufwendiger erwiesen.
Der Museumsabend ist empfehlenswert. Wann hat man schon mal die
Gelegenheit für relativ wenig Geld und so kompakt so viele Museen zu
besuchen?
Der lange Lauf am Sonntag ging ziemlich locker vonstatten. Auf den letzten
10 Km war ich relativ schnell.
KW 14 2005
Die Zeit scheint zu rasen!
Ich habe wieder unter www.laufreport.de das Tagebuch vom Werner Sonntag gelesen.
Der 25Km Lauf am Mittwoch ist mir gut bekommen. Es hat zwar geregnet, aber mit Regenjacke und Mütze ausgerüstet hat mich selbst der starke Winde nicht gestört. Obwohl ich eine kurze Laufhose anhatte. Bei Lidle gab es preiswerte Laufsachen. Leider hatte ich nicht mehr das gesamte Sortiment vorgefunden, als ich in der Mittagspause einkaufen war. Aber vielleicht kann ich die noch fehlenden Sachen bei ALDI erstehen.
Die Laufpause am Donnerstag habe ich zur Fortführung der Renovierungsarbeiten im Keller genutzt. Der Trainingstart am Freitag verzögerte sich etwas. Ich konnte erst gegen 21:00 Uhr auf die Bahn gehen. Es ging zwar eine unangenehmer Wind aber wenigstens regnete es nicht auf der 21 Km Strecke.
Am Samstag habe ich den 12 Km Lauf nach einer kurzen Erholungsphase nach Renovierungsarbeiten durchgeführt. Es ging erstaunlich gut. Dabei dachte ich, ich wäre nach der ganzen Schufterei nicht in der Lage ohne Quälerei die Strecke zu absolvieren.
Der lange Lauf am Sonntag ging wieder über die Vollrather Höhe. Hinter Allrath sind die Felder weiter und es gibt auch Feldwege, die nicht asphaltiert sind. Das ganze erinnert mich an die Magdeburger Börde. Teilweise hat sogar die Sonne geschienen. Insgesamt war der Lauf , trotz der Länge, wirklich schön. Mental gesehen sogar erholsam.
KW 13 2005
Die Anstrengungen des 60 Kilometerlaufes sind fast vergessen. Allerdings bin ich froh, dass meine Familie am Ostermontag nur einen kurzen Spaziergang machen möchte. In dieser Woche stehen Tempoläufe an, die recht gut gehen. Ein Lauf über 32 Km steht auch an. Die Strecke wird wieder über die Tagebauaufschüttung bei Allrad führen. Eine Art von leichtem Bergtraining.Da es gut geht, laufe ich ca. 34 Km!
Die Renovierungsarbeiten nehmen mich sehr in Anspruch, trotzdem laufe ich ca. 97 Km in dieser Woche.
Ein netter Bekannter - auch Marathonläufer - hat mir seine Bielerlebnisse zugeschickt. Ich habe seine sehr schön geschriebene Geschichte aufmerksam gelesen. Gänsehaut!
Ein mulmiges Gefühl stellt sich bei den Gedanken an Biel ein. So weit ist es bis zum Start nicht mehr. Der Respeckt vor dieser langen Strecke wird größer!
KW 12 2005
Nachdem ich eine 15 und eine 10 Km Strecke absolviert hatte, steht noch ein langer Lauf auf dem Trainingsplan.. Der Karfreitag bietet sich in dieser Woche dafür an. Dazu habe ich mir die gleiche Strecke wie im Jahr davor ausgesucht. Ich laufe von Gierath zur Fleher Brücke bei Neuss Grimlingshausen. Die Streck ist sehr flach. Der Hauptteil der Strecke verläuft an der Erft entlang. Nach etwa 10 Km geht ein starker Regenguss nieder. Da es ca. 14 Grad warm ist, macht mir der Regen nichts aus. Nach einigen Kilometern sind die Sachen wieder fast trocken. Nur die nassen Schuhe sind unangenehm außerdem bekomme ich am linken kleinen Zeh eine Blase, was ich aber erst bemerke, als ich zurück bin.
Nachdem ich die Brücke erreicht habe geht es mir so gut, dass ich beschließe noch etwas weiter zu laufen. In diesem Jahr habe ich keine Begleitung dabei. Meine Verpflegung besteht aus vier Getränkeflaschen mit ca. 2,25 Liter Wasser mit Vitamintabletten bzw. Magnesium- und Kalziumtabeletten, sowie drei Stangen Müsliriegeln.
Als ich ca. 2 Km hinter der Brücke umkehre, spüre ich plötzlich die Anstrengung. Die nächsten 20 Km meines Laufes zurück gibt es immer wieder Phasen, wo es mir nicht so gut geht. Bald sind die Getränke und die Müsliriegel zu Ende. Dann sind es noch etwa 6 Km und ich bekomme wirklich Probleme. Es fällt mir sehr schwer zu laufen und ich muss öfter Gehpausen einlegen. Als ich an einem Kiosk vorbeikomme zögere ich, mir dort etwas zu trinken zu kaufen, was sich als schwerer Fehler herausstellen wird. Etwa 500 Meter hinter dem Kiosk geht es mir richtig schlecht. Trotzdem laufe ich nach eine 3 Minuten Gehpause weiter. Die letzten 2 Kilometer bis nach Hause bin ich wieder ziemlich locker, wenn auch sehr langsam. Als ich endlich zu Hause bin, brauche ich erst einmal 10 Minuten Erholung, ehe ich duschen gehen kann. Danach geht es mir immer noch nicht besonders. Besser wäre es gewesen, wenn ich am Kiosk eine Trinkpause eingelegt hätte. Insgesamt war ich etwas mehr wie 60 Km unterwegs. Am nächsten Tag stehen leichte Renovierungsarbeiten an. Da ich gut trainiert bin, habe ich keine Muskelkater. Am Abend laufe ich die 10 Kilometer ganz locker durch die Landschaft. Der 15 Km Lauf am Sonntag bereitet mir keine Probleme, da ich auch diesen Lauf ganz locker angehen lasse.
KW 11 2005
Wusste ich es doch: es wird Frühling! Vögel probieren ihre Stimme aus und wir habe bereits an die 10 Grad plus.
Bis zum nächsten Marathon sind noch ca. 6 Wochen. Habe ich in den vergangenen Monaten nur auf Biel hintrainiert und den Marathon im Königsforst als eine Art Standortbestimmung genommen, so steht jetzt einerseits die Bielvorbereitung und andererseits auch die Vorbereitung auf die Marathons an. Wobei ganz klar die Bielvorbereitung dominiert. Auf die Marathons gehe ich hauptsächlich eine Woche vorher und eine Woche nachher ein. In der Woche vor einem Marathon drossele ich den Trainingsumfang, um den Körper zu schonen und in der Woche nach dem Marathon steht die Regeneration an. Der Marathon ist schließlich eine Wettkampfveranstaltung, auch wenn die Zeiten wegen des Bieltrainings nicht ganz im Vordergrund stehen.
Aktuell ebben meine Muskelschmerzen im rechten Oberschenkelbeuger mit jedem Lauf ab. Zwischenzeitlich meldet sich der gleiche Muskel im linken Bein. Aber dort verschwindet der leichte Schmerz sehr schnell. Die ersten Läufe in der Woche nach dem Marathon habe ich sehr langsam absolviert. Zwischendurch habe ich Pausen gemacht und in den Pausen Gymnastik. Der zweite Lauf am Donnerstag ging schon schneller. Zeitweise habe ich sogar Tempo heraus genommen, damit keine neuen Schmerzen, oder gar Verletzungen auftauchen.
Am Sonntag steht wieder ein Lauf um die 32 Kilometer an. Den Lauf führte ich bei Sonnenschein und frühlingshafter Luft durch. Sehr schön. Jetzt wagen sich wieder viele Läufer auf ihre Trainingsstrecken. Mein Oberschenkelbeuger ist fast ausgeheilt. Ich muss aufpassen nicht zu schnell zu laufen. Als ich eine etwa 2 Kilometer lange Anhöhe hinauf laufe, werde ich von einem anderen Läufer überholt. Sonst hätte ich versucht etwas länger die Überholung zu verhindern. Aber diesmal siegt die Vernunft.
KW 10 2005
In dieser Woche gibt es ein paar Ruhetage mehr. Ich freu mich jetzt richtig auf den ersten Marathon in diesem Jahr. Leider wird das Wetter nicht besonders frühlingshaft sein, wenn sich die Vorhersagen erfüllen. Ich habe die Internetseite vom www.wesergebirgslaeufer.de
aufgestöbert. Eine schöne HP mit interessanten Geschichten rund um das Laufen.
Am Freitag verzichte ich auf eine kurzen langsamen Lauf vor dem Marathon. Es regnet so stark, dass mir die Lust vergangen ist, nach draußen zu gehen. Ich lauf ja am Samstag Marathon. Wäre es ein normaler Trainingstag, ich hätte trainiert!
Der Samstag kam mit Schneeregen und Wind. Da stimmen dann die Wettervorhersagen immer. Im Königsforst waren die Wege aufgeweicht und sehr tief. Es war bisher mein anstrengernster Königsforstmarathon. Dazu kam noch eine leichte Behinderung durch Muskelschmerzen im rechten Oberschenkelbeuger. Aber nun ist der Lauf auch schon Geschichte. Heute steht ein lockerer Lauf mit Gymnastik an.
KW 9 2005
Eine merkwürdige Woche geht zu ende.
Man denkt die ganze Zeit, es wird nun bald Frühling und der Schnee passt nicht hinein.
Obwohl ich es nicht schlecht finde im Schnee zu laufen. Wir haben uns neue Laufschuhe gekauft. Die wurden natürlich sofort bei einem Lauf ausprobiert.
Wir bevorzugen beide Asics!
Was den Start in Biel betrifft, werde ich ungeduldiger. Aufgrund der allgemeinen Hektik in der Arbeitswoche bin ich in dieser Woche ziemlich gestresst. Aber wenn ich an den nächsten Marathon denke, geht es mir besser.
Es war zwar allgemein etwas hektischer in der Woche, dafür habe ich zur Zeit keinerlei Beschwerden, außer etwas Müdigkeit in den Knien und leichte Rückenschmerzen. Ich glaube aber, dass diese kleinen Unannehmlichkeiten aufgrund des Trainings normal sind. Da drängt sich dann die Frage auf, wann man keine Schmerzen mehr verspüren würde? Nur Lebende spüren Schmerzen.
Außerdem habe ich ein paar Kilogramm abgenommen. Bis zum Start in Biel sollen noch einige Kilogramm Masse runter. Es wird dann auf jeden Fall leichter die 100 Km zu laufen.
Am Sonntag sind wir zum Lauf Rund um das Bayerkreuz gefahren. Ich lief dort die 10 Km und meine Sohn hat mich betreut.
Es war kalt! Mit dem Ergebnis war ich nicht so zufrieden, dachte ich doch im Vorfeld, dass ich in diesem Jahr unter 50 Minuten durch das Ziel gehe.
Insgesamt hat uns die Veranstaltung aber wieder sehr viel Spaß gemacht.
KW 8 2005
Ich habe nachgeschaut, es sind noch 16 Wochen bis zum Start in Biel. Bei mir ist noch keine Spur von Nervosität zu erkennen. Es wird Zeit, dass ich mir wieder neue Laufschuhe kaufe. Zum Training habe ich im Moment genau ein Paar, dass genügend Dämpfung besitzt. Die drei anderen Paar Trainingsschuhe sind nicht mehr so gut. Bald steht der erste Marathon in diesem Jahr an. Endlich wieder ein Marathon!
Meine Frau trainiert fleißig für den Kölnmarathon, den wir gemeinsam laufen wollen. Ich werde sie sekundieren. Eine Ehrenvolle Aufgabe! In dieser Woche sind wir zum erstenmal 10 Km gemeinsam gelaufen.
Drei Tage später sind wir schon 15Km gemeinsam im Schnee gelaufen. Der Wind war sehr kalt. Die Sonne schien die ganze Zeit. An einigen Stellen gab es Schneewehen. Wir bewunderten die schöne Winterlandschaft!
KW 7 2005
In dieser Woche gab es genau einen angenehmeren, weil etwas trockeneren Trainingstag.
Nur gut, dass die Tage länger werden, da kann bald wieder bei Tageslicht trainiert werden.
Der lange Trainingslauf am Sonntag fand zum großen Teil unter Schneefall statt. Auf einer Anhöhe hoch gelaufen, stellte ich fest, das hier der Schnee sogar liegen geblieben war. Der Temperaturunterschied betrug sicher nur 2 Grad.
Die mehr als hundert Trainingskilometer der vergangenen Woche habe ich gut verkraftet.
KW 6 2005
Hinter uns liegt wettermäßig eine durchwachsene Woche. Allgemein kann ich sagen, dass mir der leichte Frost von minus 3 Grad und trocken besser gefallen hat, als plus 8 Grad mit Regen aus der Waagerechten, weil es so windig ist.
Nun, was gab es positives? Der Rosenmontag war schön! Morgens sind wir in die Eifel zum Wandern gefahren und am Nachmittag hat sich meine Familien den Dorf- Rosenmontagsumzug angesehen, während ich etwas am Computer gearbeitet habe.
Diese Woche ist die erste Woche, nach der relativen „Trainingsschonungszeit” um Weihnachten herum, in der ich wieder 6 Trainingseinheiten gemacht habe.
Dafür ist der „lange” Kanten diesmal nur 25 Km lang.
Ingesamt bin ich zweimal richtig nass geworden. Die Trainingseinheit am Samstag zum Beispiel war aber, nachdem ich nass geworden war, noch so lang, dass die Sachen fasst wieder getrocknet waren, als ich zu Hause ankam.
KW 5 2005
Den Ruhetag am Montag wollte ich auf Dienstag verschieben. Abends war noch arbeitstechnisch etwas zu erledigen. Leider hat es den ganzen Montagabend bis ca. 22:00 Uhr geregnet. Geregnet, als wenn einer vergessen hat den Wasserhahn zu schließen. Also bin ich in der Nähe der Heizung sitzen geblieben und habe am Computer gearbeitet. Der Regen machte dazu Musik auf der Fensterscheibe.
Dafür bin ich am Dienstag ganz früh auf die Strecke gegangen, obwohl ich ein ziemlicher Trainingsmorgenmuffel bin. Trotzdem war es schön in den Morgen zu laufen.
Da aufgrund der Weiberfasenacht der Arbeitstag nicht so lang wie üblich war, erledige ich die lange Strecke schon mal am Donnerstag. Auf dem Rückweg habe ich einen Karnevalisten gesehen, der angetrunken am Wegesrande lag. Wie ein Maikäfer auf dem Rücken liegend, versuchte er aufzustehen. Solange ich in der Nähe war gelang es ihm nicht. Zwei Passanten machten Anstalten, ihm zu helfen.
Jetzt geht die Sonne schon später unter, wodurch es mir möglich war an den folgenden Tagen weitestgehend unter Tageslicht zu trainieren.
KW 4 2005
Montag hatte ich einen arbeits- und trainingsfreien Tag. So ein trainingsfreier Tag ist am schönsten,
wenn man zusätzlich einen arbeitsfreien Tag hat, also keinerlei anstrengende Verpflichtung.
Der lange Lauf vom Sonntag steckte mir noch heftig in den Beinen. Also war zuerst leichte Gymnastik angesagt.
Die beiden Tage danach waren wesentlich angenehmer für ein Training,
da der Mond öfter mal durch die Wolken schaute und die Strecke beleuchtete.
Am Mittwoch war es frostig, so um die 3 Grad minus. Es ging kaum Wind und der Silbermond schien herrlich.
Am trainingsfreien Donnerstag hatte ich genügend Zeit, um in Ruhe E-Mails zu beantworten und einem meiner Hobbys
nachzugehen.
Am Freitag lief ich eine 12 Km Strecke.
Nach 3 Km fing es an zu schneien. Ein unangenehmer nasser Schnee viel in dichten Flocken.
Der Lauf selber ging nicht besonders leicht, obwohl ich insgesamt in dieser Woche weniger Km gemacht habe,
als in der Woche davor.
Mein Sohn wollte am Abend noch von einer LAN-Party abgeholt werden, deshalb plante ich meinen Trainingslauf
entsprechend.
Ursprünglich hatte ich vor, am Abend eine neue Keramikfigur anzufangen. Seit Wochen habe ich mir das vorgenommen.
Manchmal ist es nicht so einfach wieder einzusteigen. Das lässt sich auch auf andere Bereiche übertragen.
Der lange Lauf am Samstag ging die ersten 4 Km sehr schwer. Die Muskulatur wollte nicht so recht. Als ich aber
dann auf den Rückweg war,
ging es bedeutend besser. Besonders Km 28 bis Km 34 konnte ich ziemlich locker und schnell absolvieren.
In Gustorf spielte eine Rockband. Ich lief auf dem Hinweg daran vorbei, als die Veranstaltung gerade anfing.
Zigarettenqualm stand am Zelt.
Da musste ich durchlaufen. Das gleiche wieder auf dem Rückweg.
Dann war der Zigarettenqual wesendlich dicker und die Band spielte gerade ihr letztes Lied.
KW 3 2005
Montag war Ruhetag. Den Ruhetag an diesem Tag habe ich auch gebraucht. Der Sonntagslauf war ziemlich anstrengend.
Am Dienstag bin ich erst sehr spät zum Laufen gekommen. Den ganzen Tag über herrschte schlechtes Wetter. Beim Training selber war es dunkel, kalt und es nieselte. An einigen Stellen war es sogar überfrohren. Ich konnte nicht so schnell laufen, wie ich es wollte. Da auch die Sturzgefahr zu groß wurde, hab ich die Strecke etwas verkürz. An den folgenden Tagen habe ich dann die fehlenden Km aufgeholt. Am Freitag bin ich nach dem Einlaufen die restliche Zeit im „runners high” gelaufen. Es ging mir blendend und ich konnte mit Tempo laufen.
Die bestellten Bücher sind eingetroffen, Wanderführer für unsere Schweiztour nach dem Bieler Lauf. Begeistert schauen wir uns schon mal die Vorschläge zum Wandern an. Schade nur, dass nicht die ganze Familien daran teilnehmen kann.
KW 2 2005
Der Montag fing hektisch an. In Gegenrichtung war ein LKW umgekippt. Die Autobahn war gesperrt. In meiner Richtung war wegen der neugierigen Fahrer „stopp and go”.
Die Tage war es ziemlich windig. Solange es nur von hinten bläst, geht das ja noch, da wird man dann schneller. Irgendwann jedenfalls muss man dann gegen den Wind laufen, ankämpfen. Das ist dann weniger schön. Es ist auch ziemlich dunkel, da der Mond sich leider verzogen hat. Dafür leuchten die Sterne. Jetzt erwisch ich schon öfter mal einen Sonnenuntergang, da die Tage länger werden.
Gebucht haben wir, nach dem Lauf in Bieler, schon mal für Grindelwald. Ich hoffe nur, dass der Plan wirklich in Erfüllung geht. Immerhin vergeht ja noch eine lange Zeit bis dahin! Am Samstag war ich mit meinem Sohn, der sich für dieses Jahr auch einen Marathon vorgenommen hat, bei herrlichem Sonneschein unterwegs. Wir sind um den Schlosspark des Schlosses Dyck herum gelaufen. Uns beiden hat das sehr viel Spaß gemacht.
Der Sonntagslauf ist planmäßig ausgefallen: 35 Km mit einigen hundert Metern Steigung. Am Kraftwerk in Gustorf geht es vorbei, hoch auf eine Tagebauaufschüttung. Man muss etwa 2 Km mit schätzungsweise 5 bis 8 % Steigung überwinden. Nach etwa 800 Meter flacher Strecke geht es am anderen Ende der Aufschüttung wieder herunter, zurück umgekehrt. Eine Art von leichtem Bergtraining. Das Ganze bring Abwechselung beim Lauftraining. Hier ist ein Ausflugsziel für Hundehalter und Sonntagsspaziergänger. Die Sonne schien. Als die Sonne weg war wurde es etwas kalt.
KW 1 2005
Die Arbeitswelt hat mich wieder! Gerade noch darüber gesprochen, schon geht es los. Kann sein, dass ich mich nicht genügend aufgewärmt habe. Zu wenig Dehnungsübungen gemacht. Nach einigen hundert Metern verdrehe ich mir den Rücken. Es tut weh. Ich mache vorsichtig einige Dehnungsübungen und laufe dann weiter. Nun soll es mit dem Trainingsplan für Biel richtig los gehen und dann so etwas!
Dienstag ist trainingsfrei und ich hoffe, dass sich der Rücken wieder erholt.
Etwa einen Tag danach hat der Rücken sich beruhigt! Jetzt will ich meine Gymnastik nicht mehr vernachlässigen. Aus Ungeduld habe ich für uns schon mal die Unterkunft in Biel bestellt.
Die Planung für die Urlaubswoche in der Schweiz nach dem Lauf steht auch schon.
Am Samstag bin ich mit einem meiner Söhne 10 Km gelaufen.
Sonntagssonne! Nix wie raus, ab zum Training und für den langen Lauf die schöne Sonne ausnutzen. Es ist frühlingshaft warm. Zum Anfang habe ich Schwierigkeiten meinen Laufrhythmus zu finden. Erst nach ca. 10 Km geht es endlich rund. Es sollte ein langsamer Dauerlauf werden. Nur ungefähr 4 Km vor Ende des Trainings sehe ich einen Läufer vor mit. Ich kann es nicht lassen, ich erhöhe das Tempo. Bald habe ich ihn überholt und mir geht es sehr gut dabei. Die letzten zwei Km laufe ich ruhig aus.
KW 53 2004
Noch ein paar Tage bis zum Jahreswechsel. Am Montag bin ich mit einem meiner Söhne bei knapp über Null Grad 27 Km Rad gefahren.
Da ich am Dienstag einen Ruhetag gemacht habe, lief ich am Mittwoch ca. 19 Km. Als es los ging, schien die Sonne. Der Sonnenuntergang bemalte die Wolken und die Rauchfahnen der Kraftwerke rosa.
Es war für mich ein relativ ruhiger Jahreswechsel. Nach mäßigem Sektgenus ging es am 01.01.2005 auf eine 10 Km Runde. Es war nicht nur wegen der relativ hohen Temperatur sehr angenehm zu laufen. Letzte Knallerreserven wurden in den sonst noch recht verschlafenen Dörfern verbraucht. Vereinzelte Autofahrer schlichen über Landwirtschaftswege.
KW 52 2004
Die Woche vor Weihnachten! Noch eine paar Einkäufe und lockere Trainingsläufe. Ungeduldig erwarte ich nun die Urlaubszeit.
Weihnachtsessen überall und Urlaub!
Beim Essen immer an die Trainingsläufe denken und auf die Balance zwischen Kalorienaufnahme und Kalorienverbrauch achten.
KW 51 2004
In dieser Woche wird nun wirklich relaxt. Ich hab mir höchstens 40 Km vorgenommen, gänzlich ohne Anstrengung. Vor dem Laufen mache ich leichte Gymnastik und etwas Kraftsport. Am Montag „schleiche” ich auf die 4Km Runde. Nach 2Km mach ich erst einmal Dehnübungen. Ich kann kaum Muskelkater feststellen! Die restlichen Km unterbreche ich immer wieder, um die Muskeln und Sehen etwas zu dehnen.
Der Großeinkaufstag nimmt mich am nächsten Tag in Anspruch und ist fast so anstrengend, wie 10Km Laufen! Bis alles dann endlich verstaut ist.
Bald gibt es Urlaub! Am Mittwoch geht es erst sehr spät auf die „Bahn”. Dafür ist am Donnerstag ein Vormittagstraining mit meiner Frau fällig, da es dann am Abend in der Firma spät werden kann.
Noch eine Weihnachtsfeier. Die Wochenendläufe finden bei „hohen” Temperaturen statt. Weihnachten 2004 unter Pfirsichblüte?
KW 50 2004
Weihnachten naht! Um Glück gibt es auch Abende, an denen der Mond scheint und es nicht regnet! Noch wenige Tage und ich habe Urlaub. Vorher geht es noch zum letzten Marathon in diesem Jahr. Ich trainiere nur drei mal in dieser Woche.
Weihnachtsfeiern stehen an. Die dürfen nicht den Ernährungsplan stören! Außerdem wird zum Jahresende ein sehr lieber älterer Kollege verabschiedet. Dann bin ich in dem Büro der älteste Mitarbeiter. Wie die Zeit vergeht und noch jede Menge Laufveranstaltungen, die ich noch nicht besucht habe!
Am Samstag laufe ich mit fünf kurzen Steigerungen etwa 6 Km.
Ich habe eine CD vom Volksbank-Münster-Marathon zugeschickt bekommen. Ich werde an meine schlechte Endzeit erinnert. Nun es war einfach zu warm. Der Veranstalter entschuldigt sich für die späte Auslieferung der CD. Die CD ist trotzdem schön!
Nach dem Marathon ist vor dem Marathon!
Der Aegidienmarathon war wieder wirklich schön. Es hat sehr viel Spass gemacht. Ich bin ca. 4:16:20h gelaufen, etwa 14 Minuten schneller als vor zwei Jahren. Der Muskelkaten fällt moderat aus.
KW 49 2004
Schlechtes Gewissen! Ich werde nach so „vielen” Ruhetagen die Woche mit einem 12 Km Lauf anfangen. Der Familieneinkauf ist längst verstaut. Es regnet nicht.
Es ist sehr finster, dafür aber trocken. Nach zwei Kilometern kommt ein Läufer von links und läuft vor mir her. Der hat ein gutes Tempo drauf. Ich beschleunige und bleibe dran. Lästig nur, das ich zweimal meine Schnürsenkel zubinden muss. Nach etwa zwei Kilometern biegt er ab. Ich drossele mein Tempo.
Für Autofahrer ist die Vorweihnachtszeit sehr anstrengend. Das liegt bestimmt an der Dunkelheit, dem Regen oder an dem Geschenkestress.
So geht es morgens auf die Autobahn. Vierte Ampel. Die ist gerade rot geworden. Die hat wohl einen Sensor drin? Warten. Endlich es geht los. Einer kommt von der linken Abbiegespur und überholt. So hat er an der Ampel mindestens zwei Autolängen eingespart. Die
Auffahrt. Vor mir jemand, der will doch tatsächlich mit 45 Km/h auf die Bahn
auffahren. Ein LKW fährt zu dicht auf. So kann es klappen! Ich will
überholen. Von hinten schießt einer heran. Der ist ganz freundlich. Er will
eventuell kontrollieren, ob der Kofferraum richtig geschlossen ist?
Jetzt pass ich nicht auf die rechte Spur. LKW an LKW. Keine Lücke für mich.
Ungeduldig fährt hinter mir einer dicht auf, als ich mich schon mal auf die linke
Abbiegerspur einordne. Stau. Einer wechselt ständig die Fahrbahn. So hofft
er wichtige Zentimeter im morgendlichem Kampf um den pünktlichen
Arbeitsantritt zu gewinnen. Am Abend ist das gleiche Spiel. Drängeln, nicht
blinken, rasen und Ungeduld. So hofft man pünktlich, die wertvolle Freizeit
ausnutzend, sich vor dem Fernseher platzieren zu können. Bunte Werbewelt.
Autowerbung! Weit und breit nur ein Auto und schöne Landschaft!
Kein Mond, keine Sterne, dafür aber auch keinen Regen. Eine etwas schnellere Runde liegt an. Ich laufe und träume. Rennsteiglauf und Biel. Ich bin mitten in meinen Gedanken und werde sofort bestraft. Erst mit dem linken und dann mit dem rechten Bein bleibe ich an einem Erdklumpen hängen. Den haben Traktorreifen bei der Rübenverladung hier abgeladen. Pech für mich. Ich stürze und denke grad noch darüber nach, ob ich den Sturz abfangen kann, da liege ich auch schon. Zum Glück ist der Feldweg weich, weil es Tage vorher so viel geregnet hatte. Ich kontrolliere auf Verletzungen. Es sind keine festzustellen. Der Lauf wird–etwas langsamer–fortgesetzt.
Die Laufhose lasse ich trocknen und bürste diese etwas aus. Es sieht nicht so ordentlich aus, aber ich kann sie für die letzte lange Strecke vor dem letzten Marathon in 2004 noch einmal anziehen. Bei den aufgeweichten Feldwegen könnte man ohnehin jeden Tag die Laufsachen wechseln.
Ich lese in dem Laufmagazin Spiridon über „Die Dr. Tasso-Diät” oder „Laufen und Abnehmen”. Der Artikel kommt mir sehr entgegen. Abnehmen ohne zu Hungern! Klar, als Läufer achtet man schon auf seine Ernährung. Und einer wie ich, der wirklich noch ein paar Kilogramm abnehmen kann, findet in diesem Artikel viel Brauchbares.
KW 48 2004
Da bleib ich zu lange auf der Arbeit und Besorgungen sind auch noch zu machen. Es steht mir frei–ich fang diese Woche mit einem Ruhetag an.
Biel ist noch so weit! Nun, nicht soweit, dass man nicht doch schon die Laufplanung für 2005 machen könnte. Ich hab mal eben beschlossen, wenn ich gesund bleibe werde ich im nächsten Jahr meinen 50. Marathon (oder mehr als Marathon) machen. Es gilt die Laufveranstaltungen in den Trainingsplan einzupassen. Bei den Passtschonern hab ich schon mal nachgefragt, ob jemand 2005 mit nach Biel kommt. Ich muss abnehmen!
Also, da dachte ich, dass ich mich noch zum Gutenberg Marathon in Mainz anmelden könne. Keine Startplätze mehr frei. Schade!
Den Karstadt-Rhur-Marathon habe ich auch wieder abgewählt! Gründe: 1. Zu teuer. 2. Am Tag davor schon die Unterlagen abholen? 3. Ich hab mich für einen kleineren Landschaftsmarathon entschieden.
Der Trainingslauf war sehr schön. Trockene kalte Luft. Es gibt Frost übernacht. Nach dem Lauf habe ich mir die Fußballkünste der Leverkusener angeschaut. Die haben echt gut gespielt.
Es stehen mal wieder Tempoläufe an. Nun, nur nicht übertreiben. Der Sonnenuntergang war wunderbar. Rosa Glasplattenhimmel mit tiefgelegter Sonnenscheibe.
Am Morgen danach geht es durch sämtliche Staus um Düsseldorf. Der tolle Sonnenaufgang entschädigt für einiges. Vor Weihnachten muss die Abteilungsweihnachtsfeier in den Trainingsplan einbezogen werden. Hoffentlich gibt es am Wochenende Trainingslauf mit Sonne, dass motiviert.
Bis auf ein paar Kleinigkeiten steht mein Urlaubsplan und mein Marathonplan.
Am Samstag wieder kein Training, da es mich mit einer Magenverstimmung erwischt hat. Damit hab ich im Keller einen großen Teil der Arbeiten erledigt. Das Feierabendbier hat die Sache verschlimmert und so hab ich am Sonntag auch nicht trainiert.
KW 47 2004
Nachdem ich also, gegenüber den beiden vergangenen Wochenenden, etwas „ruhiger” getreten bin, hab ich gleich noch eine 10 Km Runde hingelegt. Am Dienstag komme ich sehr spät vom Baumarkt zurück und laufe nicht. Das Wetter ist auch nicht gerade einladend!
Am Mittwoch geht es dann sehr spät von der Arbeit, aber keine Ausreden gelten lassen, ab auf die Bahn. Unterwegs regnet es. Trotzdem bereitet es mir Spaß zu laufen. Der Wind bläst den Regen fast waagerecht in mein Gesicht. Die Autos blenden. Die müssten mich doch sehen, da ich eine Reflektorweste anhabe. Ich werde wohl im Dezember doch noch einen Marathon laufen.
Ich lächele bei dem Gedanken, ich müsste bis zum Mai 2005 nur noch 12 Läufe über mindestens 42,195 Km machen, um zu meinem Alter die passende Anzahl Marathons gemacht zu haben.
Der Donnerstag wird für ein Treffen mit ehemaligen Kollegen freigehalten. Mehr oder weniger tief in den Gesichtern steht: „Wir sind die Alten geblieben!”
Am Freitag wartet eine Überraschung auf mich und meine Frau. Bevor wir aber nach Mönchengladbach fahren, ist erst noch eine 10 Km–Runde gefragt. Laufen, solange es noch nicht finster ist. Überhabt ist dieser November wieder etwas besonderes. Es gab bisher Trainingsabende, die irgendwie kuschelig, trotz Regen und Dunkelheit, waren und welche, die einfach nur ätzend, ja lästig waren. Ich weis, man wird erst eine richtiger Langstreckler, wenn man mindestens eine Wintersaison durchtrainiert hat.
Am Wochenende laufe ich insgesamt ca. 43 Km. Meine „Bergstrecke” ist dabei. Es gilt auf eine rekultivierte Abraumhalde bei Grevenbroich zu laufen. Dabei werden insgesamt ca. 300 Höhenmeter überwunden. Der Mond leuchtet und ich bin ziemlich einsam auf dem Hügel. Es blies ein kalter Wind, der erst auf dem Rückweg nachgelassen hat.
KW 46 2004
Montag ist wieder Ruhetag. Kein Muskelkater und keine Laufmüdigkeit plagen mich. Gleichzeitig bin ich mir sicher, dass da noch etwas Müdigkeit in den nächsten Tagen kommen wird. Ich bin vernünftig und laufe aufgrund eines heftigen Schnupfens nicht.
Am Dienstag sieht die Sache schon besser aus. Zwar ist der Schnupfen jetzt immer noch nicht weg, aber die Kopfschmerzen sind es.
Am Mittwoch ist wieder ein geplanter Ruhetag. Es zuckt in den Beinen bei dem Gedanken, auf die Strecke zu gehen. Ich halte mich zurück und den Plan ein!
Donnerstag geht es in den Keller, um eine Runde Dehnungsübungen zu machen und danach werden die Hanteln in Bewegung gebracht. Eine halbe Stunde Kraftsport muss erst einmal ausreichen. Danach geht es auf eine 10 Km Runde. Es ist einsam auf den Straßen. Der Himmel ist durchweg bewölkt. Kein Mond und keine Sterne. Wenige Autos auf den Straßen, die blenden könnten. Die Muskulatur fühlt sich total frisch an. Die ersten 5 Km laufe ich im „Runners High”. Danach immer noch locker. Mit Ausnahme der wenigen Autos und zweier Personen, die den Hund Gassi führen, begegne ich niemanden. Da ich bis 22:15 Uhr unterwegs bin, sind sicher schon einige Leute in den Dörfern, durch die ich laufe, vor den Fernsehern eingeschlafen.
Am Freitag ist noch allerhand zu tun, bevor es auf die Trainingsstrecke gehen kann. Schließlich hat bereits die hektische Vorweihnachtszeit angefangen.
Als ich endlich auf die Bahn gehen kann, hat es, wie im Wetterbericht vorhergesagt, angefangen zu Regnen. Ich ziehe mich warm an, nur das Stirnband, mit dem ich meine Ohren schütze, habe ich vergessen. Als ich ziemlich 500 Meter aus dem Dorf heraus bin, vermisse ich mein Reflektorband. Ich laufe zurück. Der Wind schiebt gewaltig von hinten. Der Regen wird immer stärker. Beides zusammen bewirkt, das ich mich frage, ob ich nicht ganz zurück laufen soll. Ich finde natürlich fast an der Ausgangsstelle, also in maximaler Entfernung, das Reflektorband.
Ich mach es um den Bauch und habe mich schon wieder in Richtung Laufstrecke gedreht. Ich bin bald wieder in dem bewährten Trab verfallen, mit dem man völlig in Gedanken Kilometer zurücklegen kann, ohne merklich zu ermüden. Ich laufe auch am Freitag wieder ganz langsam. Der Regen wird immer stärker und erreicht seine größte Stärke genau in der Mitte der Laufstrecke. Damit bleibt es egal, ob ich jetzt weiterlaufe oder umkehre. Langsam dringt die Feuchtigkeit tiefer ein. Zum Glück hab ich die richtige Bekleidung an. Als ich dann endlich auf die letzten 500 Meter einbiege, hört es auf zu regnen. Klasse! Ganz durchgeweicht bin ich immer noch nicht. Trotzdem gibt es angenehmere Trainingstage. Da die Wolken so tief hängen, ist es die ganze Zeit recht finster. Am Schlosswald habe ich meine Taschenlampe benutzen müssen.
Am Samstag wird im Keller gearbeitet. Trainingsfrei.
Sonntag nehme ich 22 Km langsamen Dauerlauf in Angriff. Ich erlebe einen schönen Sonnenuntergang. Bevor die Sonne ganz weg ist, leuchtet der Himmel in verschiedenen Gelbtönen. Gegen Ende der Laufstrecke ist es schon dunkel.
KW 45 2004
Montag zum arbeitsfreien Tag ein Ruhetag!
Dienstag ging es wieder arbeiten. Ein leichter Muskelkater erinnert mich an den Röntgenlauf. Insgesamt ist er aber schwächer ausgefallen, wie ich befürchtet hatte.
Am Dienstag geht es auf eine leichte Strecke. Ich laufe nach meiner Lauflust und höre auf, wenn es mir zu schwer wird. Das ging dann ziemlich 4,5 Km. Die Oberschenkel sind mit der Zeit immer dicker geworden. Nach dem Lauf ging es mir sehr gut. Am anderen Morgen ist kam noch Muskelkater in den Oberschenkeln. Ich hatte befürchtet, die Knie würden nach dem Lauf länger schmerzen, aber der Schmerz blieb aus. Dafür habe ich aber ständig Hunger.
Dienstag ist wieder trainingsfrei.
Ich hab am Donnerstag Gymnastik und Kraftsport gemacht und bin anschließend 10 Km gelaufen. Freitag und Samstag hab ich mich ausgeruht. Natürlich nicht wirklich, da ich immer noch im Keller Renovierungsarbeiten ausführe.
Auf den Lauf am Sonntag bin ich gespannt.
Der Rursee-Marathon.
Erst klappe die Anmaldung nicht so richtig. Dann waren wir angemeldet, aber ich war nicht in der Teilnehmerliste.
Der Lauf ging locker und stressfrei vonstatten. Alle Unannehmlichkeit, wie Muskelbeschwerden und der Mann mit dem Hammer, blieben aus.
KW 44 2004
Mit dieser Dokumentation habe ich erst in der KW 43 angefangen, da mir die
Zeit bis Biel vorher noch so unendlich lange erschien. Inzwischen habe ich
unter Laufreport "Tipps 100 Km Lauf" gelesen. Im dort aufgeführten Trainingsplan zur Vorbereitung des 100 Km Laufes in Biel wird ja schließlich auch so früh
begonnen.
Seit Anfang Januar trage ich meine gelaufenen Kilometer im Laufplaner ein.
Am Montag habe ich einen Ruhetag eingelegt. Ursprünglich wollte ich 10
Km locker laufen, aber dann hat meine Frau leckeren Zwiebelkuchen gebacken
und einfach eine Flasche Federweißen auf den Tisch gestellt. Das war es
dann. Trainieren kann ich ja morgen noch. Und die Verschiebung passt auch
noch in die Vorbereitung. Immerhin steht der 63Km Lauf in Remscheid an
und da brauch ich in dieser Woche mindestens zwei Ruhetage. Die
Laufleistung wird einschließlich der 63 Km immer noch bei ca. 95 Km liegen.
Die leichten Kniebeschwerden sind fast verschwunden. Es war gut, etwas weniger zu laufen.
Also ging es am Dienstag auf die etwas mehr als 10 Km lange Strecke. In den nächsten Monaten werde ich die Strecken weiter variieren, damit mir die Lauferei in der Vorbereitungsphase für Biel nicht langweilig wird. Strecken stehen mir genügend zur Verfügung.
Ich bin also am Dienstag um Schloss Dyck herumgelaufen. Am Ende der Strecke wurde es schon dunkel. Damit die Autoscheinwerfer nicht so blenden, setze ich in dieser Jahreszeit immer eine Mütze auf. Für besonders dunkle Strecken habe ich eine Taschenlampe mit. In Biel werde ich mir noch eine zusätzlich als Reserve mitnehmen.
Am Mittwoch ging es in Richtung München. Ich hatte auf dem Flughafen zu tun. Da ich in Hallbergmoos vorher übernachtete und am nächsten Morgen, gleich früh meine Arbeit dort aufnehmen wollte, bin ich, nach meiner Ankunft und Erledigung der Formularitäten im Hotel, in die Laufklamotten gestiegen. Ich lief zur Isar. Es wurde schnell dunkel und mir wurde bewusst, dass ich die Taschenlampe und die Mütze vergessen hatte. Also ging es, mit offenen Augen in die Dunkelheit starrend, an der Isar endlang. Keine Menschenseele und Ruhe, nachdem ich die viel befahrene nervige Straße hinter mir gelassen hatte. Leider musste ich schon nach ca. 3 Km umkehren. Schließlich sollte die Strecke nicht länger wie 11 Km werden.
Am Donnerstag kam ich spät nach Hause, und der Ruhetag war so gut geplant.
Dann am Freitag bin ich eine lockere 10Km Runde gelaufen.
Am Samstag ist meine Frau zu einem Lauftreff hin. Leider fand sich kein anderer Läufer ein. Ich hatte versprochen ein paar Kilometer mit ihr zu laufen. Es wurden etwa 4 Km, die wir zusammen ganz locker gelaufen sind.
Am Sonntag ging es dann nach Remscheid. Meine zweite Teilnahme dort. Der Röntgenlauftag ist hervorragend organisiert. Es gibt eine große Auswahl an Strecken. Ich lief die 63 Km.
Da ich mein Passtschon98 Trikot anhatte, wurde ich von einigen Läufern angesprochen. Vor dem Start habe ich Isy (steppenhahn) getroffen, der auch die 63Km laufen wollte. Eine schöne Veranstaltung.
KW 43 2004
Am 21.10.2004 habe ich beschlossen, ein Trainingstagebuch zu führen. Warum? Ich will 2005 in Biel am 100Km Lauf teilnehmen.
Meine Trainingswoche fängt montags an und endet immer sonntags.
Am Montag ging es, nach einem 22Km Lauf ziemlich locker auf meine 12Km Strecke. Am Dienstag bin ich 10 Km gelaufen. Das Wetter war recht gut. Es war nicht zu kalt und es hat nicht geregnet. Jetzt ist es schon fast immer dunkel, wenn ich zum Training aus dem Haus gehe.
Am Mittwoch war ich ziemlich kaputt. Ein Ruhetag war angesagt. Am Donnerstag war ich mit BiBi in der Nähe von Mühlheim (Ruhr) wandern. Wir sind ca. 20Km durch den schnell dunkler werdenden Wald gewandert. Etwa um 21:20 Uhr waren wir an unseren Autos. Am Freitag bin ich, nach einer 3Km Strecke zum Einlaufen, ca. 6Km im Fahrtenspiel gelaufen. Danach wieder ca. 3 Km ausgelaufen. Davor habe ich ca. 1h Kraftsport und Gymnastik im Keller gemacht.
Heute werde ich noch etwa 10Km locker Laufen.
Langsam muss ich an den 63Km Röntgenlauf denken und mich doch etwas dafür schonen.
Mit erscheint es nicht so einfach, die Trainingsvorbereitung und die Starts bei Marathons in Einklang zu bringen.
Bin gerade vom 10 Km Lauf zurück. Ein herrlicher Himmel war die ganze Zeit zu sehen. Es war so mild, wie im Frühling. Die aufgebrochene Erde duftete. Ich hätte schneller laufen können, wollte mich aber wegen dem Röntgenlauf schonen.
Heute ist Sonntag und ich möchte den letzten langen Lauf vor dem Start zum 63Km Lauf in Remscheid machen. Also für diese Witterung bin ich entschieden zu warm angezogen. Es sind sicher so etwa 20 Grad. Ich erinnere mich an meine Läufe morgens am Gardasee. Ich gehe auf meine 22 Km Strecke. Zum Glück habe ich mir etwas zu trinken mitgenommen.
Der Lauf ging sehr ruhig vonstatten und als ich zurückkehre ist es schon dunkel. Eine Nachbarin fragt, ob ich solange unterwegs war. Sie hat mich gesehen, als ich 2 und eine halbe Stunde vorher loslief.
Letzte Änderung: 16.05.2009
© Joerg Segger
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