
Längs vergangen.

Dorfplatz.

Restauriert.

Fensterlos.

Feldweg.

Feldweg.

Birkenstatue.

Verwuchert.

Weite Felder.
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Börde
Mein Heimatort.
Wie Zahnlücken im Gebiss eines Greises, schreien die Bebauungslücken im Dorf nach Sanierung.
Viele Gebäude sind verfallen, weil sie nicht mehr gebraucht werden. Kein Bedarf.
Der Versuch, diesen riesigen Sprung der Dorfentwicklung gut zu landen, ist fehlgeschlagen. Lücken sind geschlagen im Dorf. Wirtschaftsgebäude, die anders wie im Westen, nicht zu Wohngebäuden umgebaut wurden. Der Zeitpunkt ist längst verpasst. So bleiben diese traurig anzusehenen Ruinen.
Wehmut beschleicht mich immer wieder, wenn ich dort bin. Die Kameraden aus der Kindheit sind über ganz Europa verstreut. Ihre Eltern gebrechlich oder tot. Die Schulkameraden aus den tieferen Klassen kenne ich kaum noch. Deren Kinder lassen sich in den Gesichtern vermuten, in denen ich suche. Wenige, die den Weg aus der Welt zurückgefunden haben. Doch die Bördelandschaft ist schön. Sie ist schön und schwermütig. Überwucherte Wege und nicht abgeerntete Kirchbäume an Wegesrändern. Fruchtbare Bördeerde. Weites Land. Eingerahmt von Windkraftanlagen und irgendwie auch fröhlich in der brütenden Sommerhitze. Die Ruine am Friedhof steht noch da, wie nach dem Brand.
Wir werden irgendwann nicht mehr sein. Die Landschaft schon.
Harz
Die Straße, die ich fuhr, war eine, die wir schon oft fuhren!
Die B81 entlang und dann auf die B6 in Richtung Wernigerode.
Dort vorn irgendwo die Ruine Burg Regenstein. Im Siebenjährigen Krieg geschliffen, war sie auch als Broilerburg bekannt, weil es hier gebratene Hähnchen gab. Also war die Fleischversorgung der Ausflügler gesichert.
Das war einmal.
Rechts geht es nach Wernigerode und Ilsenburg. Da fiel mir sofort das Walzwerk von Ilsenburg ein. Das hat die Wende überlebt. Das Walzwerk in Thale nicht.
Das Schloss. Man sieht es schon von weitem auf einem Felsvorsprung über Wernigerode thronen. Hübsch anzusehen. Auch so eine Erinnerung aus der Vergangenheit und Gegenwart. Die Kindheitserinnerungen, auch der alten DDR - Zeit, überdecken sich mit der jüngeren, bundesdeutschen Vergangenheit und der Gegenwart. Schön.
Schnell führt die neue Straße nach Ilsenburg.
In der Mühlenstraße sind die Wanderparkplätze fast voll.
Schnell die Laufsachen und die Laufschuhe angezogen und dann geht es los.
Hoch zum Brocken. Ein merkwürdiges Gefühl überfällt mich, würgt mich, ich laufe und die Erinnerungen kommen. Dass war einmal - die Vergangenheit hängt im Laub der Blätter, in den Nadeln der Bäume, liegt im Gras am Wegesrand. Die Ilse hält ein Konzert aus Gefühlen für mich an diesem Tag bereit.
Zeit vergeht!
Alles sieht so aus, wie früher und doch anders. Man schaut auch anders auf die Natur.
Der Brocken taucht auf. Die Radarkuppeln und die Antenne.
Schön zu laufen. Viele Wanderer und Radfahrer sind unterwegs.
Auf dem Brockenweg immer wieder der Blick zurück. Nach damals und zum Eckerstausee. Schon mehrmals bin ich hier den Marathon gelaufen. Heute ist alles ganz anders!
Ich unterhalte mich mit einem älteren Herrn, der mit seinen Enkelkindern wandert.
Auf dem Brocken schauen sich viele Menschen um. Die Sicht ist gut. Nur selten ist das so hier oben. Auf der anderen Seite geht es wieder zurück nach Ilsenburg. Zuerst auf der Asphaltstrasse, dann ab in den Wald. Bald höre ich die verdeckte Ilse mit den Granitsteinen spielen.
Der Rest: Autobahn, Stau und die Baustellen.
Letzte Änderung: 20.07.2010
© Joerg Segger
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Platz mit Birken

An der Ilse.

Wanderweg - Fahrweg.

Wilder Wald.

Waldweg.

Das ist der Gipfel!

Überblick.
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