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Watt is Bus?

Der Bus macht Pause!

Das sind Aussichten.

Die Bucht - auf dem Weg nach Salo.

Der lange Weg nach Salo.

Unser Boot - Salo.

Garda See am Morgen.

Dogenpalast mit Campanile und Baustelle.
Venedig.

Ein typischer Kanal.

Ponte di Rialto.

Chiesa della Salute.

Canale Grande.

La Giudecca.

Zwischen den Inseln.

S. Gieorgio del Greci.

Seufzerbrücke.

Schifsverkehr.

Markusplatz, Campanile, Dogenpalast.

Gondelparkplatz.

S. Marco.

S. Marco.

S. Marco.

Palatzo Ducale.

Palatzo Ducale.

Piazza S. Marco.

Blick von der Rialtobrücke.

Canale Grande.

Canale Grande.

Canale Grande.
Der Kuss - in Verona - R&J.
Verona - Luftbild.
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Eine Reise mit dem Bus
Italien ruft. Aber man muss erst einmal dahin kommen. Wir freuten uns auf die lange Busfahrt.
Der Bus blieb also stehen. Die Steigung von Innsbruck hat es schließlich in sich. Der Fahrer holte seine Handschuhe hervor und ging hinter den Bus, dort wo sich der Motor befand. Er machte die Motorhaube auf. Dicker Qual drang sofort hervor und verunreinigte die Gebirgsluft.
Dann hatte er plötzlich die Männer der Reisegruppe als Helfer um sich herum. Er musste, wir natürlich - wesentlich ungeduldiger - auch, warten bis sich das Kühlwasser soweit abgekühlt hatte, dass er den Kühlerdeckel aufschrauben konnte. Bald lies er von der Reisebegleiterin, Wasser holen und fütterte den Kühler damit. Beiläufig erwähnte er noch, dass ein Instrument mit der Anzeige eines Fehlers recht hatte! Das letzte mal, als sie diese Strecke gefahren waren, waren sie aber nicht hier stehen geblieben. Ob der Motor zu schwach ist? Oder kommt es daher, das die Reisegruppen immer schwerer werden? Bald lies er probeweise den Motor an und die Reise ging weiter. Ach so, hätte ich fasst vergessen! Wir fuhren über den Brenner. Dieser Bus durfte aufgrund seiner Länge nicht durch die Schweiz fahren. Wir fuhren also den Umweg über den Brenner!
Wir kamen etwas später, gegen 21:00 Uhr, im Hotel an. Wir brachten die Koffer auf unser Zimmer und aßen zu Abend. Dann gingen wir zum See hinunter.
Das war er also - der Garda See.
Wir versuchten ein Stück um den See zu gehen. Der See hat nur relativ wenig offenen, nicht abgesperrten oder verbauten Strand. Jedenfalls leuchteten an der dunkelsten Stelle Glühwürmchen. Und die Luft! Und die Grillen! Und die Lichter der Städte an der anderen Uferseite!
Ein Abend am Garda See!
Salo
Am anderen Morgen gingen wir nach Salo. Übrigens ist die Bucht, in der wir Urlaub machten, die wärmste Stelle des ganzen Gardasees!
Der Weg vom Hotel führte über Asphaltstrassen, die von der Sonne aufgeheizt waren. Wir bekamen Durst. Endlich sahen wir einen kleinen Laden, der zu einem vernünftigen Preis Getränke anbot. Wir sahen uns in der Stadt um. Salo ist eine alte und sehr schöne Stadt.
Nach dem wir die Stadt angesehen hatten und das originale italienische Eis gekostet hatten, aßen wir etwas zu Mittag. An Lokalen herrscht hier sicher kein Mangel. Es fällt schwer sich für eines zu entscheiden. Endlich. Wir saßen am Wasser. Der Wind erfrischte uns. Die Aussichten waren in jeder Hinsicht herrlich. Dann beschlossen wir mit einem Wassertaxi zurück nach Porta Portese zu fahren. Wir mieteten uns ein Motorboot.
Venedig - Venezia
Was wußten wir schon von Venedig? Natürlich dieses: Canale Grande, PIAZZA S. MARKO mit den vielen Tauben, die Gondeln, der PALAZZO DUCALE ... Und wir dachten an Hochzeitsreisen und frische Liebe und den ganzen Kitsch aus Filmen.
Wir fuhren mit dem Bus vom Hotel nach Venedig. Über die Ponte della Liberta ging es zum Busparkplatz auf der Isola del Tronchetto.
Vom Parkplatz aus fuhren wir durch den Canale della Giudecca und den Canale di S. Marco zur Anlegestelle, dem Cai di Dio.
Dogenpalast.
Bevor wir durch Venedig streifen konnten, wurden wir von Jolanta, unserer Reisebegleitung, welche, wie schon erwähnt, in Holland die feuchten Krachtenmühlenwände und das Licht eines durch holländische Nebelschwaden getrübten Tages erblickte, hinsichtlich der Versorgung mit Getränken und der Entsorgung derselbigen, nach dem diese ihren Zweck in unseren Körpern erfüllt haben würden, vor allem wo wir diese entsorgen könnten, ohne die Stadt Venedig finanziell zu unterstützen, sowie des Verhaltens Gondolierelenkern gegenüber und diverser Sehenswürdigkeiten und Touristenfallen, instruiert. Außerdem sollten wir uns nie ("Nie nich da hinsetzen, wo Musik ist und keine Einheimischen!") auf dem Markusplatz in ein Cafè setzten. Der Kaffee würde dann soviel wie 20 Pack Milch bei Aldi kosten. Haben wir auch nicht gemacht!
Also: "Pipi gehen se am besten in der Amerikanischen Botschaft (McDonald), da kostet es nichts." Wenn die wüsste, wie lange meine Frau darauf warten musste, ihre Abfallprodukte in die Kanalisation Venedigs frei zu geben! Zeit ist der wertvollste Besitz!
"Gondelfahren kostet 140 Deutsch - Mark und die Kanäle stinken von der Gondel aus!"
Wir sind also nicht Gondel gefahren. Wie im Bild ersichtlich, waren auch alle Gondelfahrer gerade essen. Oder die hielten gerade ein Schäferstündchen. Kann auch sein, dass die verschwunden waren, als sie uns gesehen haben. Später haben die Gondellenker fast aggressiv nach Kundschaft gesucht. Gondellenker zu werden ist nicht so billig.
Auf der Brücke schienen sich, als wir da waren, gerade alle Touristen zu treffen. Von hier aus auf den Canale Grande zu blicken wird nie langweilig.
Immer weiter streiften wir durch die Stadt. Wir haben uns fast verlaufen, weil wir wegen der Kanäle nicht einfach so laufen konnten, wie wir wollten. Einen Bäcker haben wir bei der Gelegenheit gefunden, der hatte so tolles Weissbrot, das haben wir dann gleich aufgegessen. Und einige frisch restaurierte Häuser. Manchmal hat sich da eine hübsche Frau aus dem Fenster gebeugt...
Es war sehr warm. Wir bekamen Durst. Noch hatten wir genügend Getränke. Es ist zu empfehlen, genügend Getränke mit zu nehmen. Als wir nach unserer Landung in Venedig losgelaufen sind, hat uns Jolanta an einen primitiven Getränkestand geführt. Da wartete schon der Verkäufer und hat uns schnell gekühlte Getränke verkauft. Am Nachmittag war der nicht mehr da. Der brauchte also bloß ein paar Stunden zu arbeiten!
Wenn ich mir so überlege: In der Wüste ist es noch wärmer, also müsste da der Getränkeumsatz noch größer sein. Daraus wiederum würde sich schließen lassen, das man da noch weniger Arbeiten muss! Wir waren auch auf dem Markusplatz. Meine Frau hat immer so gezuckt, wenn eine Taube hochgeflogen ist. Da gibt es massenhaft Tauben. Das kennt man ja aus dem Fernsehen. Irgendwann bin dahinter gekommen, warum sie immer in Deckung gezuckt ist. Sie wurde mal von einer Taube bombardiert. Der weisse Fleck war dann nicht so einfach zu entfernen. Hier gab es jede Menge Tauben, die alle schon einen vollen Darm hatten, weil sie ständig gefüttert wurden. Vielleicht wollten die Fütterer ja, dass sie beschissen wurden! In dem Markusdom waren wir. Da wird man besoffen, wenn man zu schnell durch geht. Von dem vielen Hochwasser hat sich der Mosaikfussboden verworfen. Komisch, das der Dom noch steht. Zugegeben, er sieht prachtvoll aus. Zu überladen für meinen Geschmack.
Dann sind wir noch endlos um Venedig mit dem Boot getuckert. Haben das teuerste Hotel bewundert und einige Inseln. Auch das Fußballstadium und die berühmte Werft haben wir gesehen. Natürlich auch Frauen, die sich auf Sandbänken sonnten. Dann hat das Boot immer Schlagseite bekommen.
Verona, die Stadt der Liebe.
Dienstag ging es nach Verona. Verona konnte gefährlich werden, überlegte ich mir, als uns Jolanda, unsere Reiseführerin, in ihrem Käsedeutsch, während wir auf die Stadt zufuhren, über Verona erzählte. Bei dem Namen Verona leuchteten die Augen der schon etwas abgeschlafften Männer im Bus. Wer weis, woran die wieder dachten. Warum konnte Verona gefährlich werden? Nun, es war auf der Hinfahrt nach Italien. Der Bus hielt und eine kleine Frau (?), etwa 25 Jahre, stieg ein. Sie durfte sich vor uns setzen und wir konnten es nicht verhindern. C., so hiess diese Dame, die so aussah, wie sie dann Sprach. Sie war das Baby in der Reisegesellschaft.
Gleich beim Ankunftsessen steuerte sie auf unseren Tisch zu und fortan hatten wir sie Morgens und Abends beim Speisen als Gesellschaft. Dabei wollte ich wenigstens im Urlaub stressfrei Essen, weil ich sonst immer zu hastig esse. Gerechterweise sei gesagt, das Frau Jonsons, welche auch an unseren Tisch saß, einiges von dem Blödsinn, den C. manchmal von sich gab, einfach wegdrückte. Und wir waren gerettet. Nie war ich vorher in Verona! Jolanda zeigte uns das Zigeunerslam und warnte uns vor den langen Zigeunerfingern. Dann zeigte sie uns wieder die Amerikanische Botschaft, wie sie jenes allseits bekannte Schnellrestaurant nannte, wo man kostenlos Pipi machen konnte und wanderte durch die Stadt. Vorher hatten wie noch einen tollen Blick von einer Anhöhe aus auf Verona.
Via Capella, Haus der Julia. Eine alte Mähr behauptet, dass wenn man die Figur in dem Hof des Hauses, in dem die Familie Julias lebte, an der rechten Brust streichelt, man eine große Liebe bekommt. Deshalb hat wohl auch diese asiatische Schönheit, die wir dort sahen, die weite Reise nach Verona nicht gescheut! Denke ich.
Einen Kinderwunsch soll das Streicheln der linken Brust erfüllen. Die rechte Brust glänzt - alle wollen Liebe, aber keine Kinder. Denken so viele Menschen nur an ihr Vergnügen?
Wie überall, wenn man mit offenen Augen herum tollt, sieht man abseits der Touristenspuren mehr. Wir haben ein kleines Café gefunden. Irgendwo auf dem Weg von dem Corso Castelvecchio zum Corso Porta Nuova hin. Das war mir gleich beim Eintreten sympathisch. Zwei Brüder bedienten uns, die die ganze Zeit schelmisch lächelten und dabei ständig darüber lamentierten, was sie als nächstes machen sollten. Bald raste der eine dahin und der andere machte das. Mal holte einer etwas aus dem Keller und der andere wusch das Geschirr und mal räumte einer ab und der andere drehte am Radio rum. Dabei hatten die nicht wirklich was zu tun, denn außer uns gab es nur noch zwei Italienerinnen , die schwatzten. Und mit denglisch und italeutsch konnten wir den Büdern alles klar machen, was wir wollten. Ich glaube, das die uns immer genau verstanden haben. Die beiden hätten gut in einen Film gepasst. Ich denke da an Don Camillo. Wirklich Originale. Und dann schlug sie zu! Wir kamen aus dem kühlem Kaffee und die Hitze schlug so zu, dass wir bald in der Amerikanischen Botschaft eine Cola mit viel Eis bestellten. Da gab es eine richtig große Salattafel auf Eis. Das sah wirklich lecker aus. Der MC'ies war auch klimatisiert, so das wir uns von der Hitze erholen konnten. Und dieses herrliche Salatbuffet! Allerhand Grünzeug in schmucken Schüsseln und auf Eis. Verona war an diesem Tag heiß. Die heißeste in Italien. Und wir mitten drin! Am nächsten Tag war sie platt! So platt hatte ich sie noch nie gesehen. Natürlich geht es am anderen Tag nicht um Verona.
Bergamo und "Das große Fressen"
Der Morgen begann für mich schon, bevor die anderen Gäste an das Ende der Nacht dachten. Die Reisegruppe wollte bald nach Bergamo aufbrechen, und ich wollte unbedingt noch vorher Sport treiben. Ich hatte wieder einmal eine Joggingrunde auf dem Italienprogramm. Wenn auch die Strecke ständig einer recht engen asphaltierten Straße mit Penetranz folgte, so hatte der Morgen seinen Vorteil.
Es war noch nicht so warm, und es waren nur wenige Autos unterwegs.
Ich dehnte jeden Tag meinen Aktionsradius aus. Konnte das auf Dauer gut gehen?
Es war noch sehr früh. Natürlich genossen die "normalen" Gäste den Urlaubsmorgen noch im Bett. Sie wußten nicht, was sie versäumten.
Nun, an diesem Morgen kamen mir, während ich noch halb im Bett lag und über Verona nachdachte, zwei schwankende Geschöpfe entgegen. Bis ich begriff, worum es sich handelte, leckten sie mich schon ab.
Die beiden Hunde hatten erst zwischen Angst und Zutraulichkeit geschwankt, sich dann aber für die Zutraulichkeit entschieden.
Zum Glück - wir haben ja selber eine blutrünstige Bestie Namens Tante Wauf, Hunni, Hund, oder auch mit anderen Namen bedacht - zeigte ich keinerlei Anfälle von Angst, so dass wir alle drei bald ohne Verluste unsere Wege fortsetzen konnten. Ich machte noch einen Abstecher an den offiziellen Strand, der sich bei San Felice Del Benaco befand. Dort überraschte ich einen riesigen Hund bei der Morgentoilette. Ich achtete in Zukunft darauf, wo ich hintrat!
Dann war da noch was Plattes! Also, ich trug meinen vom Vortag noch vollgestopften Körper ächzend weiter, dann kam ich an die Stelle, an der das Grauen auf der Straße lag.
Das Grauen auf diesem Weg!
Ich lief dicht daran vorbei. In den Gartengrundstücken waren Hunde angekettet. Der Dalmatiner (noch was mit Hund!) rollte seine gesamte Leine ab, wurde aber vor mir doch noch gestoppt, wobei er laut bellte. Ein anderer Hund blickte nur gelangweilt zu mir rüber und legte sich wieder hin. Dabei dachte ich dann an meine Frau (?) die sich, als ich schon so früh zum Laufen aufstand, wieder hingelegt hatte. Erst, als ich die Strecke wieder zurück lief, dann noch platter, entdeckte ich das Grauen, welches Italien auf der Straße für mich bereithielt. Ich trat in eine plattgefahrene schwarze Schlange! So platt hatte ich diese noch nie gesehen. Aber was würde der Tag, oder der letzte Tag in Italien noch für Überraschungen bringen?
Wir fuhren mit der Standseilbahn hoch zur Altstadt von Bergamo. Jolanta hatte uns schon im Bus über die herrliche Altstadt auf dem Berg unterrichtet. Wir sollten uns unbedingt die Festung ansehen. Das taten wir auch.
Wir liefen durch die engen Gassen. Überall sahen wir die Verlockungen Bergamos in den Auslagen der Schaufenster. Ungezählte Sorten der verschiedensten Kuchen riefen uns in die Läden. Wir konnten nicht wiederstehen. Immer wieder wurden wir schwach und gingen in einen Bäckerladen, um Kuchen und leckere Brötchen zu erstehen und meistens auch sofort zu probieren. Das war sehr anstrengend!
Unter den Arkaden in der Nähe der Universität ruhten wir uns von den Essereien aus. Hier gab es auch Schatten. Die Hitze machte es noch schwerer. Bald liefen wir wieder durch Bergamo. Der Landschaft entsprechend gab es noch herrlichen Schinken, leckere Wurst und Käse ... Alles Essen oder was?
Der Abend kam. Ein Festessen war angesagt. Wir kämpften mit vereinten Kräften die Essereien nieder, was uns recht gut gelang.
Die Versorgungs-Ingenieure rannten die Treppen rauf und runter, um uns zu befriedigen. Aufgrund der Speisen, der ägyptisch brennenden Sonne und der fehlenden Klimaanlage, rannte uns auch der Schweiß den Rücken runter.
Mit spiralförmiger Konsequenz mussten dann die Tourismusingenieure wieder mehr laufen, um für uns Wasser und, natürlich nur in Ausnahmefällen, alkoholische Getränke heranzuschaffen.
Sirmione
Also verging die Nacht und immer wieder wurde ich wach, da ich nicht damit fertig werden konnte, dass es in Italien nur platte Schlangen gab! Ich habe jedenfalls keine "normale" Schlange gesehen. Kann auch sein, dass ich einfach zu viel gegessen hatte.
Eine Bootfahrt war versprochen wurden und diese Fahrt schickte, in Form der platten Schlangen, also ihre Bo(o)ten voraus. Was würden wir bei der Überfahrt nach Sirmione für Abenteuer zu bestehen haben?
In aufgeregter Atmosphäre verlief das Frühstück. Es wurde wesentlich mehr verspeist, als es sonst der Fall war.
Claudia träumte am Tisch und schütte den Kaffee über ihre Bluse. Auch sie hatte den Frühstücksteller voller als sonst gepackt. Ich konnte mir denken warum. Sicher hoffte sie, dass unser Schiff auf offener See geentert werden würde und sie irgendwo tagelang von einem schönen und fleißigen Italiener in Gefangenschaft gehalten werden würde. Auch wenn ich hier etwas vorgreife: das passierte natürlich nicht! Und selbst wenn wir überfallen wurden wären, der Nebel über den Gardesee bot sich dazu an, hätten die Piraten, mit Sicherheit C. auf dem Schiff gelassen (Sorry).
Unsere Holländerin hatte sich schon am Vortag von uns verabschiedet. Wir waren ihre letzte Reisegruppe, bevor ihr Kind kommen sollte.
Wir wünschten Jolanta und ihrem Kind alles erdenkliche Gute und eine leichte Geburt. Sie hatte uns noch gefragt, ob wir uns auf dem See auskennen würden. Keiner kannte den See. Wir hofften darauf, das sich wenigstens der Kapitän auskennen würde. Also schleppten wir uns mit vollem Magen zum Hafen (deswegen Porta Portese!). Wir fanden das Boot und unser Kapitän fragte uns immer wieder ob wir die Reisegruppe wären, auf die er wartete. Natürlich tat er das auf italienisch und ich verstand immer nur Jolanta.
Wir stiegen ein. Dann verstanden wir, was Jolanta meinte. Da der Kapitän kein deutsch sprach, sollte ein Wissender aus unseren Reihen erklären, was wir auf dem See sahen. Zum Glück hatten wir eine Reiseführer mit und eine Mitreisende, zum Glück nicht C., las daraus vor. Auch wenn es nicht immer zu dem zu passen schien, was wir durch den Nebel erahnten, bereitete uns diese Vorlesung doch viel Freude.
Lange wussten wir nicht wo wir uns befanden. Aber das Boot fuhr mit Hochgeschwindigkeit in den Nebel. Wir schipperten, etwas langsamer, zwischen der größten Insel des Sees und dem Festland hindurch, als ein Schnellboot aus dem Nebel auftauchte. Erst blickten die Mitfahrenden mit größer werdenden Augen auf des schnell näher kommende Boot. Lehnten sich erleichtert zurück, da beide Kapitäne einen Ausweichkurs einschlugen und bekamen dann, zuerst dicke Augen, ehe sie begannen mit blassem Gesicht und nach Luft haschend, im schlingernden Boot nach Halt und Tüten zu suchen.
Mit anderen Worten - da war endlich Spannung gewesen und der deutsche Tourist erweist sich als zu anfällig. Der Kapitän gab sich locker. Er legte den Gashebel noch etwas weiter nach vorne, und ich musste trotz angstschweißausbruchgeschwängerter Luft, die Fenster schließen. Grausames Italien!
Dann tauchte die Halbinsel, auf der sich schon die alten Römer und auch DIE M. Callas Denkmäler setzten. Die einen auch noch als Ruinen beeindruckend, die andere in noch heute prachtvoller Villa mit riesigem Garten.
Wir landeten. Dann stürmten wir die Burg der Scaliger, die sonst als uneinnehmbar galt, bevor wir uns auf das hier besonders für seine Qualität berühmte Eis stürzten.
Dann schlugen wir uns zum Strand durch. Es roch! Es miefte. D. schaute sich um. Aber, wie ich ihr versicherte, waren unsere Mitreisenden nicht in der Nähe! Dann hatten wir sie entdeckt. Was da roch waren die Schwefelquellen. Wir badeten im See, in deren Nähe. Das Wasser war sehr klar hier. Uns war bald klar, dass man sich, aufgrund der Tiefenfehleinschätzung, sehr schnell einen Zeh, oder auch den Steiß verstauchen konnte.
Während meine D. noch planschte, besah ich mir immer wieder die zahlreichen italienischen Schönheiten, welche sich hier zwecks Bräunung und Flirt verirrte hatten.
Dann kam der Augenblick des Abschieds. Schon längst hatte sich der Nebel verzogen, schon als wir auf der Festung waren. So hofften wir auf eine sichere Heimfahrt. An der Anlegestelle angekommen behauptete ich immer wieder gegenüber den lieben Mitreisenden, ich hätte unseren italienischen Kapitän in der Taverne getroffen und er wäre kam noch fähig ein einziges Wort geradeaus zu sprechen, geschweige denn uns ordentlich über das Wasser nach Hause zu bringen. Dann kam er. Von weitem wirkte er unsicher auf den Beinen. Er nickte uns auch nur zu und sprach keine Wort. Einige Mitfahrer behaupteten, damit man die schreckliche Fahne nicht riechen würde. Prompt roch es wieder nach Angstschweiß auf dem Boot!
Als er dann auch noch einen Umweg fuhr, blickten viele noch ängstlicher. Dann sprach er aber radebrecherisch und schwitzend, zwei Worte: "... fahren Besichtigung ..!" Überall Seufzer im Boot! Wir lernten das Ufer kennen, welches schon die ganze Urlaubswoche, unserem Hotel gegenüberlag!
Dann hatten wir noch Zeit zum Baden. Der Taucherhund war auch wieder da. Er kümmerte sich jetzt aber um die neu angekommenen Gäste. Wir hätten schon die vielen Steine selber aus dem See holen müssen, wenn wir leichter, ohne Balanceakt, in den See zum Schwimmen gehen wollten. Am nächstem Morgen begann die Rückfahrt.
Deutschland, wir kommen ja schon...
(2001 geschrieben)
Letzte Änderung: 30.09.2009
© Joerg Segger
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Der Balkon - Romeo und Julia.
Hier schmachtete Romeo!
Die Sache mit dem Hund vom Garda See
Am Nachmittag trafen wir einen Italiener, der hatte einen wunderschönen Hund. Der Mann stand am Strandausgang des Hotels und diskutierte ziemlich laut und verbissen - wie in den alten Filmen mit der Gina Lolo..(?) - mit einem anderen Italiener.
Ich verstand nur "Mama mia" - weis Gott was das heißt! Der Hund hatte sich etwas abseits, an einem Lieferwagen gestellt. Der verstand sicher, worum die Menschen sich stritten.
Der Hund war ziemlich groß, etwa 55 Zentimeter Schulterhöhe und hatte vorsichtshalber Schlappohren. Da stand der Hund an der schmalsten Stelle zwischen Lieferwagen und Begrenzungshecke zum Hotel und wartete mit seiner Zunge auf Urlauber.
Er sah so treu aus und ich rief ihn. Da ich gerade ein weißes Hemd anhatte, stürzte sich der Hund mit den Pfoten auf das Hemd und mit der Zunge auf meine Hände. Das war aber noch gar nichts im Verhältnis zu dem, was noch folgen sollte. Mien Fruh und ich gingen erst mal am Strand weiter.
Wir bewunderten die schnell fahrenden Motorboote, die tollen Villen und ich noch zusätzlich die herumliegenden Badenixen (mit o h n e Bikini - Oberteil)! Dann kam der Hund wieder umkurvte mich und ich nahm ein Stöckchen und warf es ins Wasser. Der Hund lief dahin, machte sich nass und kam, ohne Stöckchen, aber mit jeder Menge Wasser im Fell zu meinen Hemd. Jetzt war es zum Waschen fertig.
Der Italiener hatte eine tollen Bauch und machte, wild mit den Händen fuchtelnd, Zeichen und zeigte immer wieder auf den Hund.
Erst verstanden wir nur "Bahnhof"! Doch dann, er nahm einen Stein und warf ihn ins Wasser, begriffen wir - ich natürlich zuerst - Hundi holt keine Stöckchen, sondern Steine aus dem Wasser. Also warf ich einen Stein in das Wasser. Der Stein war nicht sehr groß, denn ich wollte den Hund ja lebend wieder sehen.
Der Hund lief in das Wasser und schwamm, in immer enger werdenden Kreisen ungefähr über die Stelle, wo der Stein eingetaucht war.
Dann senkte er den Kopf etwas. Damit machte er seine Ohren nass. Also schauten auch nur die Ohren etwas aus dem Wasser. Allerdings schwammen die wie Lappen - es waren doch Hängeohren - im Wasser.
Dann tauchte der Hund völlig unter. Natürlich war er zu sehen, wie er einen Stein anhob, denn das Wasser war ja richtig schön klar.
Nach einer Weile tauchte der Brave wieder auf. Er hatte einen Stein vom Grund mitgebracht. Es war ein viel größerer Stein, als der, den ich hinein geworfen hatte.
Dafür kam Hundi an, legte den Stein vor mir ab, leckte meine Hände und arbeitet daran, mein Hemd noch weiter zu ruinieren. Der Italiener war ganz stolz, so stolz, dass ich noch oft einen Stein in den See warf und Hundi mit einem anderen aus dem Wasser auftauchte und meine Frau sich vor lachen krümelte.
Zum Glück hatte der Italiener einen Bauch und war wohl auch schon so um die Fünfzig. Der Hund war unermüdlich und wir mussten uns zwingen, damit aufzuhören, Steine in den See zu werfen. Dann gingen wir noch etwas den Strand entlang und trafen einige Mitreisende. Durch deren Blicke auf mein Hemd, sah ich mich doch gezwungen, zum Hotel zurückzugehen und einen Hemdtausch vorzunehmen. Meine Frau ging noch baden. Dann gab es bald wieder etwas zu essen.
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Im Hof der Familie Julias.
Streicheln der Brüste - Soll was bringen...
Blick auf Verona.
Plazza Bra - Via Guiseppe Mazzini.
Plazza Bra - Via Guiseppe Mazzini.
Haus der Julia.
Brücke über den Etsch.
Etsch mit Scaligerburg.
Etsch und Brücke.
Scaligerburg.
Etsch und Altstadt.
Blick zum Dom.
Piazza Bra.
Piazza Bra.
Standseibahn in Bergamo.
Typische Gasse in Bergamo
Brunnen an der Uni.
Isola di Garda.
Blick von Rocco Scaligera
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Noch ein Blick von Rocco Scaligera
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Sirmione - Hafen!
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