Schweizreisen

 Wir waren in Biel, Torgon, Davos, Lausanne, Montreux, Sachseln ...

Schweizreisen 2003/Die erste Etappe


Feldberg.



Feldsee.

Schwarzwaldhütte.

Schwarzwaldhütte.

Blick zum Gipfel.

Gondel und Hotelblick.

Zwischenstopp am Feldberg


Erste Etappe

Am Sonntag starteten wir unsere Reise.
Ich hatte gut geschlafen. Schnell wurde das Reisegepäck verstaut und wir frühstückten. Dabei sprachen wir über die bevorstehende Reise und fantasierten uns die Welt. Im Schwarzwald wollten wir am Titisee einen Zwischenstopp mit Übernachtung einlegen.
Doch es kam anders.
Noch bevor wir auf der Autobahn auffuhren, machten wir einen Sachen–Check. Hatten wir etwas Wichtiges vergessen?
Ich fuhr etwas langsamer, um nötigenfalls noch umkehren zu können. Einhellig stellten wir fest, dass wir nichts vergessen hatten.
Es ging in Richtung Süden.

An Koblenz, Speyer und Worms vorbei. Dann kam Freiburg. Es wurde Zeit, wir mussten von der Autobahn herunter fahren. Durch Freiburg hindurch zum Feldberg. Eindrucksvoll eine Brücke in Freiburg mit Figuren verziert. Ich hatte keine Zeit.

Der Verkehr nahm die Aufmerksamkeit. Hinter Freiburg konnten wir schon mal einen, wenn auch kleinen, Vorgeschmak auf Bergtouren mit dem Auto bekommen.
Da gab es das Teufelsschwänzle und eine wunderschöne und enge Schlucht. Übung! Dann Hinweisschilder zum Titisee und zweimal falsch abgebogen! Nu gut dachten wir, dann fahren wir also den Feldberg ein Stück hinauf. Wir nahmen uns ein Zimmer. Irgendwie wollten wir uns noch auf die Schweiz einstimmen.

Hektik am Hotelempfang und wo soll ich denn meinen Wagen parken?

Toll, was überlastete Portiers anrichten konnten. Meine Frau kam mit der Meldung zurück, sie hätte ein Zimmer für uns, und ich solle doch das Auto einfach irgendwo in das Parkhaus hinstellen.
Ich fuhr zu Deck C.
Dort ging natürlich zuerst das Tor nicht auf. Also stieg ich aus, während sie zum Empfang zurückging, um zu erfragen, wie und wo wir denn nun parken sollten. Da konnte doch etwas nicht stimmen.
Ich fand endlich eine Klingel, und eine Stimme fragte nach meinem Begehren. Ich sagte, ich wolle da reinfahren, und das Tor ging auf. Also fuhr ich hinein. So eine Art Rapunzel lass dein Haar herunter!
Drinnen suchte ich meine Frau und eine Möglichkeit, in das Hotel zu gelangen. Bis auf die Tür zu einem Verkaufsladen, der mit der offenen Tür die kühle Luft in sein Lager holte, fand ich zuerst keinen Ausgang.

Da ich keinen Schlüssel hatte, und an den Türen stand, man solle doch aus Sicherheitsgründen die Tür zum Parkhaus abschließen. Dann fand ich doch noch eine Tür zum Hotel und ich erreichte, am Empfang vorbei, bald den Hoteleingang. Nur meine Frau fand ich nicht.

Dann trafen wir uns auf der Straße vor dem Hotel. Sie hatte jetzt eine richtige Karte für das Parkhaus. Toll! Damit sollten wir aber–nur da ist für Gäste–zum Deck A fahren. Wir gingen zu Deck C, da war ja das Auto. Doch wie bekomme ich das wieder raus? Ich hatte doch keine Karte für Deck C. Ich klingelte.

Die Empfangsdame meldete sich und sagte, ich solle doch einfach an der Strippe ziehen.
Da war gar keine Strippe!
Doch, stellte ich fest, da drinnen war eine Strippe.
Wir standen aber vor dem Tor, 10 Meter von der Strippe entfernt.

Ich bat die Dame doch bitte einfach das Tor zu öffnen. Das hatte ja schon mal funktioniert. Sie sagte aber, das dürfe sie nicht, denn das geht nur für Hotelangestellte! Aber unser Auto stand doch drinnen.
Gefangennahme eines urlalten Opels?
Hatte der versteckte Werte? Endlich kam die überlastete Dame und machte uns das Tor von innen auf und endlich konnte ich das Auto ( ? Theo) befreien! Ich parkte jetzt auf Deck A.



Feldsee.

Exkursion

Bevor wir das Zimmer beziehen konnten, unternahmen wir eine Wanderung. Wir wollten auf den Feldberg. Vom Hotel aus sieht man den vorgelagerten Seebuck. Am Hang gibt es einige Skilifte und eine Kabinenbahn. Und jede Menge Möglichkeiten sich zu stärken. Wollten wir jetzt aber nicht! Erst einmal wollten wir wandern.

Der Weg führte bald steil nach unten. Hier wird der Wald sich selber überlassen. Dann taucht zwischen den Bämen der Feldsee auf. Wer will, kann ihn umrunden. Baden ist verboten, um der Natur eine Chance zu geben.
Der See stellt den Rest der tausende Jahre zurückliegenden Vergletscherung dar. An einer Stelle stürzt sich ein Bach den Felsen herunter. Der See hat mehrere Zuflüsse aber nur einen Abfluss.

Dann erreichten wir eine enge Stelle des Tales.
Wir bogen vom Weg ab. Eine Gaststätte ist ausgeschildert. Plötzlich hatten wir Durst. Durst auf ein Weizen! Natürlich mindestens einen halben Liter. Wir machten eine ausgiebige Pause beim Weizen. Die Stimmung war fantastisch!
Danach kletterten wir weiter den Hang hinauf zum Feldberg.

Es waren relativ wenige andere Wanderer unterwegs. Wir hatten zwar schönes Wetter, aber die Fernsicht war begrenzt.
Bald gingen wir über eine Weide in einem langen Bogen auf den Gipfel.
Ein langer Weg vom Feldberg rüber zum Seebuck. Von hier sieht man unser Hotel.
Hier gibt es viel mehr Touristen. Das ist verständlich, da hier ja auch die Kabinenbahn endet!

Blick hinunter zum Feldsee.
Die Fernsicht fehlte. Von dem 1493 Meter hohen Feldberg soll man manchmal sogar den Mont Blanc sehen können. Sahen wir aber nicht! Wir stiegen ab.
Auf dem Asphaltweg herrschte allerhand Betrieb. Fahrradfahrer auf und ab. Langsam hoch fahrend, mit gequältem Ausdruck im Gesicht und mit Zuversicht herabsausend.


Letzte Änderung: 19.12.2009
© Joerg Segger