Schweizreisen

 Wir waren in Biel, Torgon, Davos, Lausanne, Montreux, Sachseln ...

Schweizreisen 2003/See und Hütte


Täsch. Parkplatz mit Bergblick.



Wanderschuhe anziehen.

Noch einmal - Parkplatz.

Zermatt.

Zermatt mit Hornli-Blick.

Zermatt.

Zermatt.

Aus der Gondel.

Seilbahnblick.

Zermatt im Tal.

Zermatt - Berge.

Japaner fotographieren.


Richtung Matterhorn!


Neuer Tag! Ich schlug die Augen auf. Super! Was für ein Wetter. Die Sonne lag schon auf dem Allalinhorn.
Da es unten noch kein Frühstück gab, packten wir erst einmal die Rucksäcke für die Bergwanderung.
Immer wieder sahen wir von dem Balkon aus dem Lichtspiel auf den Bergen zu.
Dann war es soweit, wir gingen zum Frühstück. Allerhand Gäste leerten bereits den Brötchenkorb und nahmen sich reichlich von dem wunderbar duftenden Schweizer Käse.

Auch so, es gabe Nachschub! Kann sein, dass ich so mitleiderregend auf die fast leeren Käsebretter geschaut hatte, das unsere Wirtin schnell etwas nachgelegt hatte.
Eine hatte sich vorgedrängelt und schaufelte "meinen" Honig auf ihren Teller! Egal! Es war ja noch was da. Biohonig. Sehr zu empfehlen! Da ich aufgrund meines vollen Tellers ein klein wenig Angst verspürte, dass mir von den leckeren Sachen etwas herunterpurzeln könnte, ging ich vorerst zum Platz, um zu speisen. In der Nähe tönte es jetzt sehr laut, so dass die meisten Gäste in die Richtung schauten, aus der die Worte kamen: "Was willst du da?"

Ich hatte mich für kurze Zeit angesprochen gefühlt. Als ich gerade antworten wollte, zitterte ein altes Männerstimmchen herüber: "Das macht bestimmt Spaß!" Die Frauenstimme: "Quatsch! Du kannst doch gar nicht mehr so gut laufen. Das ist außerdem zu weit!"
Der Mann zwei Tische weiter: "Ich will aber nach Saas Almagell - Frau!" Die Frau jetzt herrischer: "Du alter Mann, lass uns hier etwas herumlaufen und dann setzen wir uns in ein Kaffee! Jetzt Schluss. Ich will jetzt nicht mehr darüber reden!" Der Mann war still. Später wechselte die Frau noch ein paar Worte - jetzt freundlicher - mit der Tischnachbarin. Sie sagte, dass sie aus Berlin wären und schon seit vielen Jahren nach Saas Fee kämen und dass sie nicht in den Bergen wandern wollten. Der Mann saß still und schaute nach dem Brötchen auf seinem Teller.
Die beiden Alten gingen und wir hörten jetzt das Schwatzen vom Tisch mit den schweizer Mädeln.
Die beiden Britten waren wieder auf Strümpfen zum Frühstück erschienen und erklärten auf englisch, dass die Füsse noch etwas von der gestrigen Wanderung brennen. Dann waren wir fertig und holten unsere Sachen.

Wir waren im Parkhaus. Mist! Wo ist unser Auto? So eine alte Kiste klaut doch keiner oder? Also in welcher Etage hab ich es abgestellt? Ich erinnerte mich. Wir fuhren wieder eine Etage hoch.
Das Auto wartete noch in dem Parkhaus und mir drehte sich leicht der Magen. Ich hatte wohl zu viel gegessen. Schweizer Käse ist aber auch lecker. Genauso wie das Brot!
Ich fuhr die enge kurvenreiche Straße nach Saas Grund herunter. Immerhin hatte ich etwas Übung darin aus dem Schwarzwald mitgebracht. Obwohl das kein Vergleich mit dieser Strecke war!
Bald waren wir in Stalden und fuhren in Richtung Täsch.
Von Täsch weiter nach Zermatt geht es nur noch ohne Auto. Allerhand Busse und Autos stehen herum.
Auf dem Parkplatz werden die Schuhe gewechselt.

Wir lösten die Fahrkarten und dann kam auch schon der Zug. Die Ansagerin begrüßte uns freundlich. Und sie sprach Täsch immer wie „Dääsch” aus. Das fanden wir lustig, weil wir vermuteten, dass da eine Dame aus Sachsen am Werke war. Auf dem Bildschirm wurden Bilder von Bergen gezeigt. Die Fahrt war interessant.
In Zermatt.
Hier herrschte Trubel. Die Berge allgegenwärtig. Das Matterhorn konnten wir noch nicht sehen. Jede Menge Reisegruppen "parkten" vor dem Bahnhof. Hotelgäste warteten darauf, mit ihrem Gepäck zum Hotel gebracht zu werden. Eine schwarz-weiße Herde Ziegen wurde vorbei getrieben. Alles redete, lief und gestikulierte durcheinander. Die Ruhe der Berge? Etwas entfernt vom Bahnhof war es nicht so hektisch!

Wir schlenderten durch Zermatt. Überraschung! Bald tauchte das Matterhorn hinter einem Wohnhausdach auf. Es wurde wild fotografiert. Von allen Seiten, da es gerade fast wolkenfrei war.

Die Fahrt mit der Seilbahn war rasant und interessant. Herrliche Berge. Tolles Wetter. War da was? Ich hatte kurz das Gefühl da dreht sich was. Quatsch! Wir besahen uns den Schwarzsee und bewunderten eine japanische Reisegruppe, weil sich der Fotograf der Gruppe so toll verrenkte, um alle auf das Bild zu bekommen. Er versuchte wohl, den Schwarzsee, die Gruppe davor mit dem Matterhorn und der Sunnega Alp auf einen Schnappschuss zu bekommen!

Dann ging es ziemlich schnell bergauf. War da was? Quatsch! Mir ging es gut, und ich lief vor Daggi her. Immer wieder sah ich mir das herrliche Panorama an. Ich blickte zum Matterhorn hinauf. Irgendwo da musste die Hörnlihütte sein. Wir stiegen weiter. Teilweise war es nicht ungefährlich. Vor allem, wenn man bedenkt, das ein paar Tage vorher das Arbeitszimmer in der vierten Etage der höchste Ort war, den man so normalerweise aufsucht.

Plötzlich war da doch was. Gerade noch hatte ich ein tolles Tempo vorgelegt und nur Spaß am Steigen! Ich sah mich immer wieder in alle Richtungen um. Bei dem Wetter hatten wir einen tollen Rundblick. Das Matterhorn wurde allerdings schon stärker von Woken umhüllt.
Ich ging weiter. Wir waren nicht weit vom letzen Anstieg zur Hütte entfernt. Man war mir schlecht!
Wir sahen zur Hörnlihütte. Ganz weit oben gingen Menschen, klein wie Fliegendreck, die Serpentinen hoch zur Hütte.
Mir wurde von deren Anblick auch nicht besser!
Daggi war noch gut drauf. Mir war jedenfalls zum Kotzen zu Mute. Warum musste das jetzt sein? Gerade jetzt erinnerte sich der Körper, dass er noch nicht an die Höhe angepasst war.
Dann war da noch die schnelle Überwindung der ca. 1000 Meter von Zermatt hoch zum Schwarzsee mit der Seilbahn. Zeit sparen und Spaß haben. Von da aus waren wir auch schon in kurzer Zeit wieder ca. 350 Meter gestiegen.
Ich war ja eben noch gut drauf. Jetzt jedenfalls nicht mehr!

Also ging es wieder nach unten und die Hütte wollten wir dann beim nächsten mal machen!
Jetzt machte Daggi Tempo!
Ich sah sie nur von hinten.
Die Seilbahnfahrt war jetzt nicht mehr ganz so schön, da ich etwas mit dem Magen zu kämpfen hatte.
In Zermatt besorgte Daggi mir ein Medikament und langsam wurde mir besser.
Ich kaufte mir einen neuen Verschluß für den Rucksack, der mir beim Hochsteigen irgendwo kaputt gegangen war.
Wir sahen uns noch den Friedhof der abgestürzten Matterhorn-Bergsteiger an. Jedenfalls waren die dort begraben, deren Überreste man gefunden hatte. In Täsch bestiegen wir unser Auto und fuhren nach St. Niklaus. Dort besuchten wir das Büro, in dem die Startnummern für den Marathon ausgegeben wurden.
Dort erfuhr ich, dass man, auch wenn man schon auf Berge über 6.000 Meter war, immer noch manchmal mit der Höhe kämpfen muss! Etwas Positives hatte die ganze Sache: Ich hoffte jetzt, dass ich zumindest beim Marathon, der auf 3010 Metern enden sollte, keine Beschwerden durch die Höhe haben werde!
Ach ja der Marathon! Start sollte in St. Niklaus auf 1085 Metern und das Ziel auf dem Gornergrad auf 3010 Metern sein.

Es wurde Zeit, das ich mich körperlich etwas erholte. Morgen wollten wir nur eine kleine Wanderung nach Saas Almagell machen. Es kam etwas anders!



Letzte Änderung: 27.12.2009
© Joerg Segger


Wandern mit Kulisse.

Schwarzsee.

Hörnliblick mit Wolken.

Blick zurück.

Zermatt-Tal.

Hörnli.

Dieser Weg wird nicht einfach...

Immer wieder - das Hörnli.

Gletscherblick.

Wanderer am Felsen.

Wandern am Berg.