Laufen

 Private Fluss-
 läufe mit
 Freunden
 Lauf-
 berichte

Harz - Gebirgslauf - 2026 (Brockenmarathon)

1

Vor dem Start am 10.10.2026.
2

Auf dem Brocken. Fünf Grad und Wind!


Gelee Bananen mit Schokoladenüberzug oder Ultralauf anstatt Marathon!


Das war meine 6. Teilnahme am Harz-Gebirgslauf (Brockenmarathon).
Zwei Ruhetage vor dem Marathon und einen Tage Ruhe danach.
Dann wanderten wir zum Ottofelsen!

Unsere Anfahrt nach Wernigerode war ziemlich locker!
Kaum Behinderungen.
In Wernigerode bekam unser Hund noch einen Regenmantel und ein neues Geschirr. Er mag nicht in den Regen gehen ohne Mantel!

Unsere Ferienwohnung lag nicht weit entfernt vom Start.
Die Startunterlagen holten wir am Nachmittag ab. Der Wind pfiff ein Lied auf dem Marktplatz. Der Sprecher meinte, die Streckenmarkierung sei sehr gut. Darauf kommen wir noch zurück. Wie vor dem Start am Samstag zu erfahren war, mussten wohl auch Zweige und Bäume aus dem Weg geräumt werden.

Samstag frühstückten wir pünktlich.
Die Tage davor zog etwas gedämpfte Stimmung bei mir auf, da ich mich nicht so gut fühlte.

Eine Stunde vor dem Start verließ ich die Unterkunft. Es war frisch. Als ich ankam war noch nicht viel los. Bald gingen die Wanderer auf die Strecke. Einige Läufer veranstalteten erste Übungen zum Warmmachen. Ich beobachtete alles. Ein Läuferin mit Harzmuster und dem Motiv einer Brockenhexe auf den Hosenbeinen dehnte sich und lief auf der Stelle.

Schnell verging die Zeit zum Start.
Startschuss und los.
Auf den ersten Kilometern, besonders auf dem Anstieg am Anfang, raste mein Puls. Erst nach 8km beruhigte sich alles und ich lief lockerer. Die 1,8km Anstieg waren, an dem Tag, wirklich ziemlich belastend.
Ich wusste, dass mein Puls sich normalisieren wird. Vom letzten Jahr hatte ich nicht mehr die vielen kleinen Steigungen im Gedächtnis, die wir am Anfang liefen. Dachte die Strecke wäre wellig aber auch nicht mit so vielen kleinen Steigungen.

Ich vernahm hinter mir das Schnaufen einer jungen Läuferin. Ich: "Du läufst zu schnell!" Sie schnaufte weiter.

Unterwegs griff ich zu Bananen, Tee und Gelee Banane mit Schokoüberzug. Ab Ilsenburg dann hoch zum Brocken. Etwa 9km nur Anstiege. Mein Puls normalisiert.

3

Unsere Wanderung zum Otto Felsen.
4

Feuersalamander.
5

Orga -Platz.
6

Vor dem Start.

Ich wechselte zwischen Laufen und schnell Gehen.
Die sehr steilen 3km direkt vor dem Brocken spürte ich heftig in den Beinen.

Ein Läufer setzte sich. Pause.
Ich überholte sogar.
Ein Bielläufer überholte mich. Er hatte ein T-Shirt vom 100km Biel - Ultra.

Kurz vor dem Brocken bot man wieder Regenwesten an.
Nebel zog über die Betonplatten.
Die Brockenbebauung sah man zuerst nicht. Es war kühl. Der Nebel verzog sich für einen Moment. Oben war ich pünktlich und ich denke nicht langsamer als 2025.

Am Gipfel vorbei.
Viele machten Selfies.
Ich verzichtete.
Schnell runter.

Runter lief ich schneller.
Auf dem Glashüttenweg gab es wieder Steigungen.
Ich fühlte mich gut. Der Schotter machte mir in diesem Jahr kaum etwas aus.
Ab und an dachte ich, ich wäre falsch.
Da fehlten einige Markierungen. Ja, wenn man einsam läuft!
Wetter wurde freundlicher. Mit Sonne und Wolken.
Nette Leute an den VPs. Immer wieder Gelee Banane mit Schokolade. Tee und Schleim!
Später auch mal ein Schmalzbrot oder Kola. Ich lief immer weiter, gut und relativ schnell.

Biegung zum Otto Felsen hin.
Dann der VP Steinerne Renne ohne Hirschbrunst. Oh, kein Likör, dann nach der Veranstaltung! Gelee Banane mit Schokolade

Vor km 36 war ich einfach schnell die Straße runter gerannt.
Wunderbar.
Zwar hatte ich einen Gedanken daran, dass ja irgendwo der Laufweg nach links gehen müsste, aber ich lief! Schnell!
Ein Schild ohne Pfeil nach links.
Für mich zeigte es gerade aus.
So dachte ich, die Biegung kommt ja noch.
Weiter.
Schnell!
Die Uhr zeigte 37km an. Kein Schild und keine Zweifel!

Endlich, nach 38 km meinte ich, ich wäre falsch.
Lief zurück.
Die steile Straße hoch.
Ein Auto hielt an. Die Fahrerin meinte, ich müsste oben bei km36 abbiegen!
Toll.
Ich ärgerte mich. Adrenalin ließ mich hoch schnell wandern!
Es war steil. Zurück! Die Biegung.

Toll: der Pfeil auf dem Boden war aus Laufrichtung schlecht zu sehen!
Wer hat den denn so versteckt!
Für mich also 4,5 km Umweg!
Zwei Läufer meinten - ich war also nicht der Letzte, trotz Umweg - so hätte ich ja mehr Genuss! Nee! Darauf kann ich verzichten.
Ich mobilisierte weitere Reserven.
Nur nicht Letzter werden.

Meine Frau hatte ich da schon informiert, dass ich in diesem Jahr wieder zwar hätte unter sechs Stunden bleiben können, aber aufgrund des Umweges erst ca. 40 Minuten später ankommen werde!

7

Unterwegs der Ottofels im Blick.
8

Am VP Gelee Banane mit Schokolade. Kola, Wasser und Tee!
Ärger verdrücken! Doch genießen?

Hoch und runter.
Wind. Meistens von vorn!
Ich überholte. Hinter mir waren noch vier Läufer.

Letzter VP Gelee Banane mit Schokolade, Wasser, Tee und Kola. Meine schöne Zeit selbst versaut!
Letzte Biegung!
Richtig!
Den Weg herunter. Die Wiese.
Noch einen ziemlich langen Kilometer.
Dann im Ziel.

Ich war schnell!
Überhaupt nicht müde! Voller Adrenalin!

Ich brauchte für meine 46,6km 6:38:51h! Dieser Marathon gilt als der schwerste Marathon in Norddeutschland!

Dagmar und Elke im Ziel.
Ich bekam eine doppelte Ration Freibier. Wegen meines Umweges, wie man sagte!

Erholung am Nachmittag.
Spazieren in die Altstadt. Abends unser Essen. Pizza. Gespräche.

Sonntag ruhte ich mich am Vormittag aus.
Dagmar traf sich mit Elke und Roland. Sie waren im Bürgerpark und im Miniaturenpark.
Abends aßen wir hervorragend im Kartoffelhaus. Sehr empfehlenswert!

Am Montag verließen wir im Regen die Ferienwohnung.
Auf zum Ottofelsen.
Es wurde sogar sonnig!
Eine tolle Wanderstrecke entgegen der Marathonlaufrichtung.
Sehenswert der Otto Felsen. Hoch kann man auch steigen.

Zurück wanderten wir eine andere Strecke. Etwas lange durch Hasserode.

Wir hatten eine schöne Zeit.
Immer noch erscheinen Streckenabschnitte in meinem Kopf!

Klasse, der Lauf und alles!



// © Jörg Segger/ Alle Bilder von mir oder Dagmar, wenn nicht anders beschrieben / 15.10.202&//