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Privater Lauf auf der Strecke des NEU //solo 2026//
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Kein Ufo oder auf dem NEU 2026 solo unterwegs
Der Ultralauf NEU, in einer wunderschönen Schleife über Großhau, Hürtgen, Lukasmühle, Schmidt,
Zerkall, Bergstein, Obermaubach und Winden zurück nach Düren, war 2025 geplant.
Leider ergab es sich, dass wir den Lauf nicht umsetzen konnten. Schade!
Aber wir haben immer wieder darüber gesprochen, unbedingt noch einmal die gesamte
Strecke von ca. 56,4 km zu laufen. Eine emotionale Angelegenheit für mich.
Inzwischen und seit Anfang 2025 habe ich beschlossen, zunehmend auf lange
Läufe über 65 km zu verzichten.
Aber den NEU wollte ich unbedingt noch einmal laufen! Mit Stefan Vilvo,
dem Organisator des NEU, lief ich dort 2023. Der NEU fand zu dem Zeitpunkt
nicht mehr statt. Ich hatte Stefan angeschrieben und angefragt, ob er nicht mitlaufen würde.
Er begleitete mich für ca. 25 km von Hürtgen aus, wo wir uns trafen.
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Immer noch Nebel und eine Steigung.
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Da ich die Wegstrecke liebgewonnen habe und bei der offiziellen Veranstaltung mit
einigen Teilnehmern schon 11 Mal war, wollte ich Ende 2023 wieder diese Strecke ablaufen.
Ich informierte Joachim über meinen Plan.
Er war mit dabei.
Allerdings beendete er seinen
Lauf in Obermaubach, nach etwa 44 km, ich lief bis Düren solo zurück.
2025 war ein von vielen Terminen gekennzeichnetes Jahr. Mein Vorhaben, dort wieder einmal
die gesamte Strecke zu laufen, blieb in der Planung.
Dagmar und ich sprachen oft davon.
In die Trainingstabelle 2026 schrieb ich mir dieses Projekt für den Januar ein.
Die Versorgungspunkte waren schnell festgelegt, nachdem wir den Termin auf den 04.02.2026
gelegt hatten. Das Wetter sollte und war an dem Tag trefflich!
Am Abend vorher kamen mir Bedenken. Immerhin kannte ich die Anstrengungen, die da unterwegs
kommen werden! Am Morgen fand ich relativ leicht aus dem Bett. Einige Sachen lagen schon bereit.
Ich zog meine Sportsachen an, absolvierte gemäßigte Gymnastik und etwas Kraftsport und raffte
die anderen Ausrüstungsgegenstände zusammen.
Beim Frühstück hätte ich fast gesagt: laß uns den Termin verschieben.
Aber Dagmar wäre darauf nicht eingegangen, wie sie abends bemerkte.
So belud ich das Auto. Der Hund war schon mit Dagmar früh Gassi.
Ich sorgte für ein ausgezeichnetes Frühstück.
Die Straßen waren bei der Abfahrt dunkel und voller. Wir waren mittwochs unterwegs!
In Düren mußten wir wegen einiger Baustellen Umwege fahren. Der Anna Kirmesplatz war
deswegen teilweise gesperrt.
Wir schauten uns um. Ich nahm Floyd an die Leine. Letzte Absprache mit Dagmar,
Uhr mit der Strecke geladen und gestartet. Ab ging es.
Langsam.
Es war eine Menge
Verkehr in Düren. Gleich über die Rur und weiter. Nebel.
Ich freute mich schon darauf,
bald zwischen die Felder zu laufen und dann in den Wald einzutauchen.
Floyd sollte bis Großhau, für die ersten ca. 18 km mitkommen.
Er lief freudig an der Leine. Nach etwa zwei km waren wir auf einem asphaltierten Feldweg
Richtung Grützenich angelangt. Einige Gassi – Geher waren unterwegs. Ein einziger Hase hoppelte
träge seitlich übers Feld. Floyd lief entspannt weiter.
Dann der Golfplatz. In Grüzenich unterhielt sich eine Läuferin mit Laufrucksack mit einer Frau,
die aus einem Fenster schaute. Sie meinte, soviel erfuhr ich beim Vorbeilaufen, sie würde gleich
weiter laufen. Dabei beschrieb sie etwas ihre Strecke. Da war ich schon außer Hörweite und bog
von der Schillingstraße ab, Richtung Derichsweiler.
Vorbei an dem Ort und eine lange Steigung hoch in den Wald.
Nebel. Träge die Pferde in den Boxen. Bevor ich dann im Gehölz,
nach einigen Kilometern, den richtigen Weg zur Klosterruine Schwarzenbroich einschlug,
lief ich falsch 200 hundert Meter eine Steigung hoch. Der Hund wunderte sich,
weil wir zurücklaufen mußten.
Er war flink.
Ich war nicht so locker.
Zunehmend kam der Spaß.
Herrlich durch den Wald zu joggen.
Eine emotionale Sache! Ich hatte das Gefühl, dass mich die Läufer,
die Lauffreunde der vergangenen Teilnahmen, hier beim NEU - solo begleiteten.
Gesprächsfetzen, unbestimmt, erklangen.
Mit Wehmut dachte ich an meine 11 Beteiligungen am NEU und meine privaten Läufe hier!
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| Die Sonne löst den Nebel auf. |
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Auf der nächsten Höhe, kurz vor der Überquerung der L25, hatte sich der Nebel verzogen.
Die Sonne schien. Hinter dem Parkplatz am Rennweg kommt ein ansprechender Abschnitt.
Nach einem Sturm und Abholzung sieht dort alles etwas anders aus. Teilweise wild.
Hügel hoch und runter. Das mag ich ja so. Ginster. Nach etwa 14 km lief ich entlang
der Stellen am Thönbach, wo die Biber hausen.
Gesehen habe ich keinen. Die Strecke ist mir gut bekannt. Aber den genauen Verlauf,
die Reihenfolge, wann welcher Abschnitt kommt, brachte ich diesmal wieder etwas
durcheinander. Ich fühlte mich gut. Im Wald. Allein und mit toller Stimmung.
Die Ruhe.
Bald war ich wieder auf dem Rennweg vor Großhau. Dagmar rief an. Nein,
ich komme an keiner Kirche vorbei. Hin und her.
Ich lief zur Kirche in
Großhau. Floyd schaute mich fragend an. Es stellte sich heraus, dass
Dagmar an der Kirche in Hürtgenwald stand. Nicht schlimm. Ich lief die etwa
3 Kilometer zum verschobenen Versorgungspunkt. Floyd platzierten wir im Auto.
Er sträubte sich etwas. Die 23 km waren genug für ihn. Ich stärkte mich und lief
weiter. Der nächste Treffpunkt war dann in Schmidt.
Gleich hinter Hürtgenwald, wie immer, einer meiner Lieblingsabschnitte.
Am Tiefenbach entlang.
An den Resten einer Wassermühle versperrten Radfahrer den Weg.
Ich meinte, wie immer, diese Radfahrer versperren die Wege.
Wir lachten. Genug Platz.
Den Weg herunter zur L218 lief ich schnell. Dann führt die Strecke ca. zweihundert
Meter die Straße entlang und wieder einmal steil nach oben. An Mausbach vorbei und
unter der L 246 nach Schmidt. Auf der Straße in Schmidt sah ich die Burg Nideggen.
Nach dem VP im Ort lief ich bald steil herunter.
Wieder so ein ausgezeichnetes Tal. Die Kall führte jede Menge Wasser. Die Brücke
vor Zerkall, hinter der Papierfabrik, ist immer noch nicht wieder hergerichtet.
Da lief ich dann vorher einen steilen Weg hoch und bieb auf der linken Seite der Kall.
So brauchte ich nicht durch den breiten Bach waten!
In Zerkall kommt wieder eine herausfordernde Steigung. Die bietet ausgezeichnete Aussichten.
Meine etwas gedämpfte Stimmung war verflogen. Die Sonne scheint.
In den Schattenabschnitten sind die Pfützen manchmal fein überfroren.
Ab und an treibt der laue, leichte Wind, einen Hauch von Frühling ins Gemüt.
Ich werde den NEU eher nicht mehr auf gesamter Länge an einem Tag ablaufen.
Da ich nicht mehr so lange Läufe zu machen gedenke.
Niemand weiß, zu wie vielen
Marathonveranstaltungen ich in der Zukunft Lust habe!
Immer wieder die Erinnerungen an die ansprechenden Teilnahmen am NEU, an meine
Flußläufe, die immer speziell waren. Einige mit Lauffreunden.
An der Elbe abschnittsweise mit Joachim unterwegs.
Originell der Flußlauf an der Ems.
Teilweise mit Floyd. Meditationslauf der Extraklasse.
Die Erinnerungen schreiben ein Lächeln in mein Gesicht. Wehmut ist dabei.
Rückbau der Läufe. Altersbedingt ja auch.
Hoch nach Bergstein, den Burgberg erspare ich mir.
Da war ich ja schon einmal auf dem Krawutschketurm.
Auf der Hochebene jogge ich bald im Dresbachtal.
Wieder eine wilde, edle Strecke. Dann bin ich in Obermaubach.
Dagmar beschreibt mir, wo sie wartet. Ich laufe vorbei!
Gehe zurück, versorge mich und weiter. Nach Untermaubach. Bald an der imponierenden
Burg Untermaubach vorbei. Nachdem man einen Abstieg hatte, darf man wieder eine Steigung hoch.
Vom Hemgenberg laufe ich herunter. Das läuft. Die Strecke erweckt auch an der Stelle Erinnerungen.
Ich bin allein und habe doch Lauffreunde dabei, an die ich mich erinnere.
Am Friedhof in Winden vorbei. Erneut eine Steigung. Die Vorletzte.
Die Letzte, kurz vor der K29, ist nur leicht. Aber ich hab ja einige Kilometer in den Beinen.
Dann sind es noch etwa sechs Kilometer. Ich versuche, an der Rur entlang locker zu bleiben.
Langsam laufe ich, aber ich laufe! Bei Lendersdorf, an einem Abschnitt, wo am Fluß keine
Industrie steht, Vogelzwitschern. Ein älteres Pärchen, Hand in Hand, bleibt stehen und lauscht
dem Vogelgesang.
Nicht einfach, es fällt mir schwer. Der Weg ist flach. Ich laufe. Gassigänger.
Dann endlich, die Krügerbrücke. über die Rur. Etwas gequält laufe ich die restlichen 1,5 Kilometer.
Eine Absperrung. Ich ignoriere sie. Auf dem Annakirmesplatz wird gebaut. Ich störe nicht.
Dagmar und Hund im Auto. Ich schaue und klopfte. Geschafft! Ich auch!
Trotzdem fühle ich mich klasse.
Die Zeit vergeht. Gewiß, dass man nicht immer wieder solche Strecken laufen kann!
Erinnerungen bleiben.
Und dieser NEU - solo war besonders!
Es ist bereits dunkel.
Ich habe etwa 9 Stunden gebraucht.
Sololäufer bestimmen das Tempo selber! Keiner, der zieht. Schlammige Wege diesmal.
Trotzdem bin ich mächtig zufrieden.
Ein Abschiedslauf. Abschnitte kann man ja immer mal laufen!
Es wird nicht schwerfallen, zu organisieren, dass Dagmar dann wieder
in Düren im Schwimmbad schwimmen kann!
Immer besonders, wenn sie mich betreut!
Vielen Dank!
Letzte Änderung: 08.02.2026 (I. Korrektur)
© Joerg Segger
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| Er will weiter. Ich fotografieren! |
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Schmaler Weg nach Obermaubach.
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